Adventskalender:: Tür 8

Are stöhnt laut und norwegisch auf. Der vierjährige Nisse macht ihn sofort nach. Und noch einmal. Kein Wald zum Stöcke suchen. Kein Fluss zum aus Versehen reinfallen. Kein großer Himmel. Es war so unglaublich langweilig im neuen Haus, das nichtmal ein Haus war, also, jedenfalls nicht eins was ihnen allein gehörte. Are und Nisse, Lykkas kleine Brüder, hielten es beide nicht mehr aus. Lykka war in der Schule, Papa bei der neuen Arbeit und Mama hinter Kistenbergen verschwunden.
“Mama, wir gehen den Müll runterbringen, ok?” Are und Nisse warteten gar nicht die Antwort ab, es war schon ok. Und außerdem ein Vorwand, das Treppenhaus zu erkunden. Sie liefen erst runter bis zum Kellereingang. Dann klopften sie gegen die Briefkästen um zu hören, ob Post darin war.
“Komm wir gehen mal nach ganz oben.” Are zählt die Stufen. Zwölf die erste Treppe, die nächste auch. Dann eine Treppe mit elf, aber da hatte er die achte doppelt gezählt. Nisse war erst vier, er zählte drei, vier, fünf in einem Fort.
Oben angekommen untersuchen sie die Tür.
“Ey Nisse, guck mal. Die Tür ist auf.”
“Ob hier jemand wohnt? Sieht irgendwie nicht so aus.” Are späht durch den Schlitz. “Komm wir gehen mal rein.”
“Nein, ich trau mich nicht.”
“Na los, wir sind doch zu zweit.”
Da hören sie Lykka im Treppenhaus. Sie ruft nach ihnen und ist schon auf dem Weg nach oben.
“Mist. Gehen wir später nochmal?.”
Nisse zwinkert so verschwörerisch wie er nur kann, und kneift dabei beide Augen zu.

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!