Willkommen zur Erbsenernte! Dieses Jahr muss darf unser Garten wachsen, wie er will. Gut gejätete, gehegte Gemüsereihen gibt es nicht. Auch keine Experimente mit Rosenkohl. Nicht mal Rote Bete. Spät im Mai haben Batti und Mini Blondie ein paar Erbsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne in die Erde geworfen. Dann kam viel Regen. Die Erbsen haben sich nicht gut an den Leinen festgehalten. Gestern habe ich mal nach den Böhnchen gesehen. (Sind welche dran.) Die Sonnenblumen stehen zu zweit nebeneinander und sind schon größer als das Winterkind.
Jetzt wird geerntet.
Zuerst das Märchengemüse. Schon die weißen Blüten sehen märchenhaft aus. Schade, dass es keinen Stoff gibt, der sich anfühlt wie Erbsenblüte. (Oder wie Klatschmohn!) Und dann diese grünen Schoten, da noch eine, und noch eine, immer mehr, je länger wir suchen. Knack, knack zerbeißen wir die frechen, grünen Gartenperlen, diese perfekten Dinger. Ich liebe Erbsen.
Category: Gartentag
Märchengemüse
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Vergnügungen
Die Welt vorm Erwachen ertappen, ungekämmt, im Reifmantel, blinzelnd
- und die Kürbisse auf Bauers Wiese, alle unter einer Decke
Wortloser Gruß zum Abschied von Kranich und Star
Warme Füße, tagelang
Neue Lieder
Keine Zeitung
Durch Pfützen stiefeln
Den Faden verlieren
Vorher und Nachher kennen
Entscheiden, heiß oder kalt
Erde bewegen
Tulpen stecken, glauben
Die Herzwand stärken für Allerleirau
Suppen, Suppen!
Wind im Feuer
Herbstrauschen nachts
Warten – und wissen, worauf.
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Ernten und punkten
(Grrrr! Flickr hat es doch tatsächlich geschafft, das Bilder bloggen noch umständlicher zu machen. Pfff. Trotzdem gibts heute reichlich Punkte, überall.) Rote Punkte aufs Baumhaus, weiße Pünktchen von Frollein Anna, und viele grüne Erbsenpunkte, frisch gepflückt. Mhmm, frische Erbsenschoten, geerntet, bevor sie so mehlig schmecken, und die Schoten sind auch so lecker. Das muss doch mindestens 20 Jahre her sein, dass ich Erbsen gepflückt habe. Glück in der Schote!
Und weil das Bebildern hier so lange gedauert hat, der Wind eh den Kopf leer weht, in dieser “Mittagspause” noch ein Kuchen für den Nachmittag und Apfeltaschen für den kleinen Kaffiknopfmarkt am Wochenende fertig werden müssen und ihr gar nicht so viel Zeit am Computer vertrödeln solltet ;) sag ich schnell: Bis bald!
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Zweieinhalb!

Kleiner großer Mini Blondie, heute auf den Tag genau bist du zweieinhalb Jahre alt. Die feierlichen rosa Zuckerwattewolken, die hier oben in mein Kathedralenzimmer leuchten, verschläfst du schon. Aber wir haben diesen Tag auch so ordentlich gefeiert. Mit Fensterputzer, Erdbeeren, Mucklabesuch, Vanilleeis, Potty Training, Erbsenschoten naschen, planschen, Lottabücher lesen, Himbeeren, Gemüse, Dreirad und alles andere gießen, und Kuchen backen …
Dein Outfit, das du dir über den Tag zusammengesucht hast, wird mich noch ewig zum schmunzeln bringen. Bald wird es wohl viel Überredungskunst brauchen, damit du anziehst, was ich möchte.
In deinem Gesicht sehe ich so viel, was noch kommen will und könnte … Wo geht deine Reise hin? Worin werden wir uns ähneln, worin unterscheiden wie Tag und Nacht? Ich weiß, am Ende, ganz am Ende treffen wir uns wieder.
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Sind im Garten!

Nein, hier bei Kaffiknopf wird nicht den halben Tag genäht! Wir gucken auch nicht die ganze Zeit Fussball. Und leider, leider sind wir auch nicht da, wo wir vor einem Jahr – zwischen White Mountains und Atlantik, zwischen Merrimack River und Harvard, zwischen Hannaford Corn Muffins und Joann´s Fabric – das Schlaraffenland gekostet haben … Das wäre zwar alles auch ganz wunderbar … wir sind aber einfach nur im Garten. Genauer gesagt: sehr viel auf der Hollywoodschaukel, die seit einer Woche auf unserer Terrasse lange vergessene Kindertage wieder wach schaukelt.
Im Garten ist es immer schön, und immer gibt es irgendwo einen Flecken Schatten. Die Erbsen haben ihre ersten Blüten, eine Reihe (die mit Spinat) ist jetzt abgeerntet und hat für Pattison Kürbis Platz gemacht und heute hat Mini Blondie die erste Gartenerdbeere gegessen. Solche kleinen und großen Alltagsgeschichten bringen kleine und große Feste mit sich. Nur das Aufräumen dazwischen will irgendwie nicht enden, wahrscheinlich, weil es sich nicht so gut von der Holly aus erledigen lässt.



Vor ein paar Tagen haben wir Battis Geburtstag gefeiert. Mit WM-Start und großem Fest am nächsten Tag ging der Geburtstag ein klein wenig unter, aber Mini Blondie war trotzdem so aufgeregt, dass sie am Vorabend gar nicht einschlafen konnte und Batti gleich zur Begrüßung verraten musste, dass sie ihm einen Brief geschrieben hat. Dafür liegt mein Geschenk immer noch halb zugeschnitten im studio. Oh, diese süßen Tage, in denen ich wieder lange vor einem Anlass etwas fertig machen kann, werden sie je wieder kommen?
Wie schnell die Zeit auch rennt, es ist ein anderer Grundschlag hier draußen, zwischen Wiesen und Feldern. Tief und ruhig. Hier wechseln nicht Ampeln und Häuser die Farbe, hektisch, hier schrillt keine Straßenbahn. Hier folgen geduldige Staffelläufer auf einander: Butterblumen, der Raps, die Apfelblüte, jetzt Kornblumen und Klatschmohn, bald schütteln die Sonnenblumen ihre Köpfe. Mittags und abends läutet die Kirchglocke. Nachmittags wiehern die Pferde auf der Weide. Rund um die Uhr singt mein Mädchen und erzählt mit zwei Fingern Geschichten. Ich verpasse besser keine!
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Gleich geht es ans Ernten

Morgen gibt es Spinat! Taufrisch, direkt aus meinem Minigarten rein in die Salatschüssel. Ich bin aufgeregt! Vor zwei Monaten haben wir die kleine Ecke sorgfältig umgeackert und nur einen Bruchteil Samenkörner gebraucht und jetzt wächselt es da grün vor sich hin, das Gemüse. Viel Sonne kommt nicht in das Gärtchen, aber vielleicht reicht es noch für Zucciniblüten, ein paar Naschhimbeeren und einen Rosenkohl. Rote Beete und Kohlrabi stehen schön da, aber wann weiß ich, dass sie groß genug zum Ernten sind. Und werden wirklich Erbsen in den Schoten sein oder nur kleine Zettel mit Niete! drauf.



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