Rss Feed
Tweeter button
Facebook button
Technorati button
Reddit button
Myspace button
Linkedin button
Webonews button
Delicious button
Digg button
Flickr button
Stumbleupon button
Newsvine button

Category: Herbst

Okt 04

Auf der Tageskarte: Kürbis-Erdnuss-Sauce mit Pasta

butternut

Hoppla, die letzte Speisung meiner Tageskarte war auch orange – und im Mai! Das war eigentlich regelmäßiger gedacht. Ich hoffe, ihr habt den Sommer lang trotzdem gut gegessen, hehe. Sind die Messer gewetzt, die Küchenschürzen frisch gewaschen? Das große Kürbisschlachten kann beginnen. Neben dem Hokaido (herrlich aromatisch und muss nicht geschält werden) finde ich den Butternut Kürbis ganz besonders schmackhaft. An dem ist viel dran und ist das Schälen einmal geschafft, geht die Verarbeitung ganz schnell.

Das Rezept:
Ingwer, Schalotten, Knoblauch
Butternut Kürbis
Erdnussbutter
Erdnüsse gehackt
Sahne
Kokosmilch
Butterschmalz
Salz, Pfeffer, Zimt
Spagettini
Parmesan

Ingwer, Schalotten und Knoblauch fein würfeln und in einer Pfanne in Butterschmalz auslassen. Kürbis in nicht zu große Stücke schneiden und dazu in die Pfanne geben. Salz und Pfeffer dazu. Kurz anbraten und dann bei geringer Hitze und Deckel auf der Pfanne gar ziehen lassen. In der Zeit können die Nudeln aufgesetzt werden. Wenn der Kürbis weich, aber nicht “labberig” ist, mit Kokosmilch und Sahne aufgießen, 2 EL Erdnussbutter dazu geben und aufkochen lassen. Noch mal kosten, ob genügend Salz und Pfeffer an der Sauce sind. Mit einer Prise Zimt würzen, die gehackten Erdnüsse einrühren und den Parmesan auf dem Tisch nicht vergessen. Bon Appetit!
Wer ganz ausgebufft ist (oder in Festtagslaune), gart den Kürbis in etwas Kalbsfond, bevor Sahne dazu kommt. Mhmmmm.

farmers pumpkinhokaido

Was lässt sich sonst noch zum Kürbis sagen? Ist er nicht der gemütlichste, freundlichste Geselle überhaupt unter allen Gemüsen? Einer, den man abends neben sich aufs Sofa holt, mit ihm die Wolldecke teilt und Gedichte vorliest?!
Diesen Kürbis müsstet ihr schon auf einem anderen Blog kennen gelernt haben. Aber ich kann euch einfach nicht verschweigen, dass ich ihn getroffen habe. Bei dem Gedanken an ihn bekomme ich jetzt noch Herzklopfen! Wenn ich nur seinen Namen wüsste. Wir konnten uns leider nicht unter vier Augen kennen lernen.

shhhht!
the biggest pumpkin I know

Wenn ich eines Tages den Platz (an der Sonne) habe, lege ich ein kleines Kürbisfeld an. Mit drei Schafen. In Nordseenähe. Jawohl!

3
comments

Sep 29

Hejdo Sverige

DSC_9957

Falsches Pack
Ich blicke in die Wälder aber
sie sind leer.
Blank ohne Steine
ausgeraubt.
Keine Elche liegen schelmisch
versteckt kein Mantel
der am Baum hängt.
Die Landschaft ist falsch.

Das Problem am Verreisen ist: Irgendwann muss man nach Hause kommen. Das wilde, stille Land zurück lassen, den fröhlichen Küchentisch mit starkem Kaffee und Flirren von lauter Zuneigung.
Was ist das mit der Stadt hier? Nur genervte Gesichter, dreckige Wäsche. Gott sei Dank für den Mann, der an mir vorbei läuft und singt.
Aber wir sind ja zu dritt, wir rotten uns zusammen und wissen uns zu helfen: Kakao und ein heißes Bad, und wenn das nicht lange vorhält, ein Großeinkauf bei Starbucks – und jeden Tag die aus Versehen mitgenommenen Wollsocken überziehen.

Der Herbst ist hier auf unserem Dörfchen jedenfalls auch angekommen, Kastanien liegen am Boden, Laub weht. Die Roten Bete müssten aus der Erde. Aufregende Pläne stehen für den Kaffiknopf im Oktober an, ich verrate es bald. Und dann ist auch gar nicht mehr viel übrig vom Jahr 2010 und schwupp – werden wir schon im neuen Jahr stehen, und da wartet jemand auf uns und möchte kennen gelernt werden und große Augen machen. Überraschung!

DSC_9932
DSC_9945

6
comments

Sep 20

Sommer schachmatt!

Liebe Mamsell September,
selbst hier in Schweden scheue ich keine Kronen und Mühe, dir zu schreiben. Ich weiß, du wartest schon. Hoffentlich ist die schwedische Post zuverlässig und schnell. Aber ehrlich gesagt habe ich bei unseren Streifzügen durch die Landschaft so viele kleine Gehöfte gesehen, alle hatten sie einen Briefkasten, aber nicht ein einziges Mal war ein Briefträger in der Nähe. Das stimmt mich bedenklich.
Du hast den Sommer schachmatt gesetzt. Hurra, meine Herbstliese, du hast gewonnen! Jetzt lass aber auch dein Siegerstrahlen sehen, puder deine Goldfunken auf und mach uns warm ums Herz. Ich will noch einmal mein Röckchen anziehen, Softeis essen und drei oder vier Sommersprossen nachfärben. Komm schon, gib dir einen Ruck und setz noch drei Grad auf die 15 rauf.
Mit liebsten Grüßen,
dein Kaffiknopf

DSC_9327DSC_9320DSC_9384DSC_9456

1
comments

Sep 12

Post für die Mamsell

DSC_9292DSC_9301DSC_9304

Liebes Mamsellchen September,
mit diesem Altweibersommer hast du dich selbst übertroffen! Fänden wir nicht auf Schritt und Tritt die Herbstkleider am Straßenrand, würde ich fast meinen, wir hätten noch Sommer. Wundervoll!
Die ersten Kastanien haben wir in weiche Bettchen gepackt, ausgiebig mit dem Laub geraschelt, unsere Schatten gefangen und geherzt – und in den Himmel geguckt. Wir haben nach den Kürbissen geschaut, ihre Wangen waren noch errötet, als sie von dir erzählten. Meine Roten Bete strengen sich an und wachsen und würden dich gern beeindrucken – ach sie sind noch so jung, so grün hinter den Ohren. Die Großeltern sammeln Steinpilzbattallione auf ihrer Insel, der Hausherr fand täglich die Wegränder voll in den Vogesen – verrate mir schnell, wo sind sie hier versteckt? Auch wenn du dafür ein bisschen Regen brauchst.
Mit wärmsten Grüßen,
dein Kaffiknopf

1
comments

Sep 05

Herbstspaziergang á la Goethe

mein WattenmeerHerbstspaziergangPfützenliebeeine blumepusten

Vom Eise noch frei sind Erde und Pfützen
Spätsommers holder, belebender Blick,
lässt uns grüne Spitzen und gold’nes Glück;
Wir brauchen jetzt Mützen -
Raureif ist bald aus den Bergen zurück.

***
Wenn ich durch unser Dorf spaziere, umgeben von Wetter, Hagebutten, den paar Wildpflaumen, die es dies Jahr nur gibt, dem Licht, auf einer Seite zu gleißenden Wolken getürmt, am anderen Ende des Horizonts dunkelblau und so dicht über mir, dass ich eintauchen könnte … dann muss ich einfach den Herrn Goethe zitieren: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Könnt ihr noch mehr Herbst vertragen? Ich kann es nicht ändern, ich bin ein Herbstkind, ich feiere ihn hier vom ersten bis zum letzten Zipfel. Kürbisse werden rollen und Laub wird rauschen … wer lieber noch in Sommerlaune schwelgen mag, kommt besser im Winter wieder her.

2
comments

Sep 02

Herbstkleid

label

Das Licht verändert sich diese Tage und die Dämmerung kommt früher. Wenn wir eigentlich noch eine Runde durchs Dorf spazieren wollen, ist die Sonne schon auf dem Heimweg. Ich denke an Laterne gehen. Weiße Wölkchen, die wir bald hauchen. In der Hofeinfahrt des Bauern prangen die ersten Kürbisse, bald werden sie bis vor an die Straße gestapelt liegen. Die Kastanien in ihren Igelhüllen schwingen an den Ästen, probieren aus, ob sie genug Gewicht haben für ihre Niederkunft. Am Morgen holt die Sonne unseren Garten später aus dem Schatten.
Kaffiknopf braucht ein Herbstkleid. Das ist das dritte Labelband, das ich austeste. Es gefällt mir ganz gut … mal sehen, ob es im Frühjahr immer noch so ist. Erstmal kramen wir unsere Mützen, Pulswärmer und Strickjacken hervor. Kochen große Teekannen. Warten auf Marzipankartoffeln. (Und Lebkuchen, pssst!)
Worauf freut ihr euch jetzt am allermeisten?

9
comments

Aug 25

pie!

butterschmalz

Still und heimlich hat sich heute unser Landleben gejährt … heute vor einem Jahr sind wir eingezogen. (Da lagen auch schon so viele Äpfel im Gras wie jetzt, und ich dachte, diesen Sommer fallen sie alle vor der Reife ab. Irrtum.) Wir haben mit dem Pie gefeiert, den ich auch schon seit letztem Herbst backe. Er ist mit Aprikosen, schmeckt aber auch herrlich mit sauren Äpfeln oder Pflaumen. Das Rezept geht ganz schnell und jedes Mal vergesse ich, das beim Teig die doppelte Menge angegeben ist. So bleibt immer eine Hälfte für den nächsten Kuchen übrig und hält sich super ein paar Tage im Kühlschrank. Wahrscheinlich würde er auch ohne Obst schmecken, nur mit Limonensaft und Mohn, oder mit Lemon Curd.
Aber! Das gelbe Leuchten da im Glas ist etwas anderes. Julia Child hatte es, Johann Lafer, Lea Linster, Cornelia Poletto können nicht ohne … und ich auch nicht mehr. Butterschmalz! Im Wörterbuch für Synonyme muss es unter Wonne zu finden sein. Die Zubereitung ist ganz einfach, braucht nur ein wenig Geduld.
So wie alle richtig guten Dinge im Leben. Die Wimpelkette für die Küche haben wir heute erst aufgehängt, nach einem Jahr. Eine Reihe Geburtstagsgeschenke liegt halb fertig auf dem Wartetisch … and so on. Gibt es eigentlich irgendjemanden, der ohne lange Bank auskommt?!

3
comments

Okt 23

Abreise

Meine gärtnerischen Untermieter sind abschiedslos ausgezogen. Dabei hatten wir längst per Flügelschlag abgemacht, ich gebe mit den Ohrringen Silberblinkzeichen, wenn das Wetter drei, vier Tage halten soll. Sie wussten es besser. Ich hätte ihnen die Schönwettermeldungen verschwiegen und sie durch den Winter gefüttert. Jetzt liegt die Wiese leblos da, die Abordnung von sieben Graustaren kommt nicht mehr um das Laub abzunicken. Und die zwei schwarzen Paare, die Nou so gern beobachtet hat, sind ohne Koffer und Hutschachteln abgereist.

1
comments

Okt 12

REDEN

Ein letztes Bild von Bornholm, versprochen. Ich weiß zwar nicht, wen oder was die, die das Schild über den Briefkasten anbrachten, damit meinten … aber reden ist immer gut. Alles hat seine Zeit. Und der Herbst bringt viel davon mit.


Ja, mit ihr rede ich auch.

Hat es wirklich nur Frollein Anna entdeckt, den kleinen großen Unterschied, da auf meinem Tisch? Ich bin ein Glückspilz, denn ich darf diese Lady mein Eigen nennen und ich bin sicher: wir werden nie Zoff miteinander haben. Sie wird mich höchstens anschweigen, weil ich zuviel Zeit mit den anderen Bewohnern des Hauses verzoffe … über Mittagsschlafzeiten und Bilderplätze und Biomüllstandorte. Aber alles halb so wild: in Wirklichkeit sind das nur Peanuts, die mit den abgeschnittenen Fäden unter den Tisch fallen. Dafür werde ich trotz Sparflamme mit Sushi vom besten Laden der Stadt verwöhnt. Und der Trollprinzessin aka Mini Blondie, ja der kann ich einfach nicht böse sein, wenn sie mich so zum Lächeln herausfordert und Punt Punt (Komma, Strich, fertig ist das) Munt (gesicht) itze atze itze atze (fertig ist die Mietzekatze) vor sich hin murmelt. Haha!

4
comments

Okt 01

corners of my home

Neues Zuhause, neue Zimmer, neue Ecken … neue Lieblingsplätze. Noch gibt es sie nicht so ganz, aber ich kann schon spüren, wie sie wachsen. Jetzt steht die alte Holzbank aus Kinderzeiten in der Küche und macht den Gartenblick perfekt. Und wenn dann vor meiner Nase mecklenburgische Pflaumen und frisch aus dem Ofen geschlüpfte Birnentartes duften … mhhhmmm.

Noch ein Kanditat für eine Lieblingsecke. In diesem Zimmer habe ich mich bisher am wenigsten aufgehalten. Auch wenn die Fenster so hoch sind, das man nachts denken könnte, man liegt unter freiem Sternenhimmel. Das ist die eine Seite vom studio, ich habe einen Fensterplatz! Für Filou ist auch noch Platz und für ein Gästebett dazu. Genau an diesen Fensterplatz will ich jetzt eilen und noch ein paar Stiche zelebrieren, bevor Mini Blondie wieder wach wird und wir die Vorbereitungen für den Herbstsuppenbesuch treffen.

1
comments