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Category: Protest

Jan 24

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Dein einziges Tagesglück und Ziel: in alles und auf alles klettern, was nur geht. Mein Tagesziel und Glück: Dir zusehen, soviel es nur geht, dich machen lassen, mich unterbrechen, dich abpflücken und bewahren. Mehr lächeln.
Wenn es mir ins Bewusstsein knallt, dass eure Welt noch so seifenblasenheil ist – und ich euch begleiten muss, wenn ihr die schlimmen Schlechtigkeiten zum ersten Mal begreift, dann habe ich ein großes Bedürfnis, noch zehn Zentimeter dafür zu wachsen.

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Dez 15

Die Alten warn hungrig und wir sind so satt, so satt dass wir manchmal fast friern.

Lebkuchen

Diese Liedzeile von Gerhard Schöne geht mir gerade nicht mehr aus dem Sinn. Ich bin so satt. Alle so übervoll. Pappsatt. Es fängt bei den Weihnachtsmännern an. Ich habe mich nicht darauf gefreut. Ich kann auch gar keinen essen. Es gab das ganze Jahr schon Schokolade im Überfluss. Das ist traurig. Weihnachten mit seinem Zuckerzeug – ist nichts Besonderes mehr für uns Erwachsene. Es liegt nicht nur an den vollen Regalen der Supermärkte, wir können uns nicht beherrschen. Für die Kinder ist es noch Zauberland, der Advent mit Plätzchen, Schokokringeln, Krokant, Lebkuchen, Zimtstern, Weihnachtsmann. Und, und, und! Am liebsten würde ich den ganzen Koloss an Weihnachtssüßigkeiten wegzaubern können. Ganz ehrlich. Da steckt keine Liebe drin, in den Billigregalen, nur Geldgier. Vielleicht sogar auf beiden Seiten.
Wahrscheinlich trügt meine Idylle, aber ich stelle mir vor, dass es früher anders war. Als die Großeltern und Eltern Kind waren – es muss einfach anders gewesen sein. Da haben sie übers Jahr davon geträumt, die Mandeln für das Marzipan zu schälen. Wo hatte Mutter das Rosenwasser versteckt? Einen Schokoladenmann für jeden, einen Einzigen nur. Davon ging nicht ein Krümel verloren. Die Maschinen hatten andere Dinge zu tun. Plätzchen und Stollen wurden nur in den Küchen gebacken, ohne Hast verziert und als Schätze an die Nachbarn und Freunde geschenkt.
War es so? Mit Glitzerschnee? Es muss einfach so gewesen sein.
Ich steuere gegen den Advent von heute. Es kann was werden. Der Pfefferkuchenteig liegt im Kühlschrank, da muss er nun für eine Woche ruhen. Solange singen wir Weihnachtslieder, alle Strophen. Sortieren den Christbaumschmuck, lesen Geschichten und lachen. Pottasche! Pottasche!
(So gut das alles geht – Mini Blondie und Gelbe Wolke hat es mit einer dicken Erkältung erwischt, schon die ganze Woche kämpfen sie mit Schnupfnase und Husten. Und wachen Nächten. Gelbe Wolke stillt sich nebenbei selbst ab, maunz! Sie kann nicht trinken weil sie keine Luft dabei bekommt.)
Ich streiche weiter aus meiner Wanna do Liste. Und setze mich unter den Stern, setze mich endlich unter den Stern.

holländischer WeihnachtsmarktLicht Licht

Am dritten Advent war ich auf dem holländischen Weihnachtsmarkt in Potsdam und habe Sinteklaas und seine schwarzen Peter getroffen. Was hat es damit auf sich? Habe es nicht herausgefunden. Aber das war mal ein echter Weihnachtsmarkt. Mit echten Holländern! Schöne Marktstände, Männer und Frauen in Trachten, Sinteklaas und bunte Mohren ziehen über den Markt. Köstliche Düfte nach Waffeln, Knoblauch, Adventssteine, heißen Maronis. Licht. Kinder, die auf einer kleinen Bühne ein Lied oder Gedicht vortragen und dafür eine Überraschung bekommen.
Gleich am Anfang war der Akku meiner Kamera leer, natürlich. Aber ich habe endlich den Laden VON KITTEL gefunden, den ich seit einem Jahr suchte und nicht finden konnte, weil er immer nur die vier Wochen im Advent geöffnet hat. Ha! Und als ich mich durch die kalte Innenstadt auf den Heimweg machte, ganz allein, heiße Maronis in der Jackentasche, war mein Akku wieder voll.

Stern auf den ich schauedas neue Jahr ist dicht

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Okt 28

stop that monkey business

zirkus

Ich mag Menschen. Wirklich wahr. Ich bin selbst einer.
Aber was ist los mit den Leuten?!? MONKEY BUSINESS everywhere!
Wenn wir spazieren gehen bin ich neugierig, wer mir über den Weg läuft. Was ist das da für ein Mensch? Woher kommen die Lachfalten, die Furchen auf der Stirn, die Sommersprossen?
Vielleicht, gerade wenn wir in Berlin unterwegs sind, begegne ich ihm nur ein einziges Mal in meinem ganzen Leben. Vielleicht hat er eine Nachricht für mich. Vielleicht braucht er einen mutigen Händedruck.
Aber! Die Leute sehen fast alle weg. Mit zusammengekniffenen Lippen geradeaus. Neun von zehn! Selbst in unserem kleinen Dorf. Und setzen dabei so eine genervte Miene auf, als könnten sie es gerade so ertragen, dass da jetzt noch mehr Menschen auf der Straße sind. Das ist mehr als traurig. Das können sogar Tiere besser, die nehmen sich wahr und kommunizieren, wenn sie sich treffen.
Von den Leuten kommt allenfalls Hupen, Vogel zeigen, für bescheuert erklären, lautes Raunen, wenn der Kinderwagen im Weg ist - na und, da sitzt ein Wunder drin! Augen auf, hast du so eins schon gesehen?

Ich möchte gern an einem Ort wohnen, wo Menschen sich ansehen, wenn sie sich auf der Straße begegnen. Wo Lächeln getauscht wird – deins ist so schön. Wenn es noch früh am Morgen ist, bekomme ich eine Antwort auf meinen Gruß. Einfach so Freundlichkeit verteilen. Seifenblasen für alle. Interesse am Anderen. Er ist doch genauso liebenswert wie ich. Mindestens.
Manno! Ich muss wohl doch nach Norwegen ziehen. Oder ist es bei euch irgendwo besser?

schöner wohnenDSC_5596DSC_5585

Oder ich werde Dickhäuter? Lieber nicht. Die Elefanten haben wir in Waren hinterm Parkplatz getoffen. Sie sind Wanderer und begleiten einen Zirkus. Mini Blondie war vollkommen aus dem Häuschen, ihr erster Zirkusbesuch … und wir haben viel nachgedacht über das Zirkusleben heutzutage. Mit knapp zehn Leuten wird alles gestemmt, von der Show bis zum Zuckerwattekochen in der Pause. Staubiges Knochenleben und trotzdem – warum glitzert das so?

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PS: Immer wenn ich etwas hier ankündige, wird es erst Tage später was. Sorry! Heute wirklich endlich die letzten SWAP News.

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Feb 22

Februar, jetzt aber flinke Füße!

nachgezuckert

hilft gegen kälte

Den ganzen Tag lang wolkenloses Himmelblau, dass die Krähen ihre Flügel weiter ausstrecken als sonst, endlich genug Platz, und über den Himmel toben. Sonnenschein bis abends um Sechs! Da ist es auch nicht schlimm, wenn ich den Zucker im Schokoladenpudding vergessen habe und nachträglich einrühren muss.
Am Morgen waren es -12°, das ist zu kalt, auch wenn ich Hjortrons wunderbares Tuch um die Schultern schlinge. Wandering the Moor heißt das Muster, und draußen wandern möchte ich. Februar, wir geben dir noch eine Handvoll Tage, dann schmeißen wir dich raus und kehren hinter dir die Treppe und binden einen Kranz aus Schneeglückchen für den Frühling.
Wisst ihr noch, Ronja Räubertochters Frühlingsbegrüßungsschrei?

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Feb 14

miss you miss you

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Aug 27

Das ist doch kein Wetter!

wahrheit

Nein, wirklich nicht. Nüscht halbet und nüscht janzet. Nachts regnet es Bindfäden und tagsüber feinstaubdicke. Sonnenschein immer unter einer Minute. Aber auch kein richtiger Herbststurm. In der warmen Jacke ist es zum Schwitzen – und ohne gibt es hinterher Schnupfen.

Mitte

Da ist dem wohl, der weiß, wo die Mitte ist. Von allem so. Und mir ist wohl, dass ich weiß: In dieser Mitte muss ich nicht leben. Aber durchstreifen ist schön.

oben

Nach der Mitte kommt Oben. Das will ich, auch wenn kein Wetter ist, nie aus den Augen verlieren.

geht immer

Alles Gute kommt von Oben. (Und spätabends auch manchmal vom Goldenen M. Heiß, saftig und Cheeeeese.) Nicht wahr! Ich habe für September den Altweibersommer angemeldet. Dieses Jahr soll schließlich noch eine schicke 30 begossen werden – aber nicht mit Regen. Mit mindestens 30 Litern Kaffi und Tee und sonstewas.

Alle Fotos geknipst von Katrin W.!

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Jul 14

Ach ja,

der Kaffiknopf-Markt … am heißesten Tag des Jahres …

belagert

nach spätabendlicher Belagerung von Mucklas Küche, um noch etwas fertig zu nähen …

kaffiknopf markt

um dann früh um 5 Uhr! aufzuwachen, Mini Blondie und Batti auch gleich mit … halb 7 waren wir auf der Straße … nicht mal um die Zeit war es irgendwo kühl …

free cookies

… miss autumn berlins kekse waren lecker, (die beiden letzten Fotos sind von ihr) … Eislatte-Mann, Orangensaftpresser und Melonenaufschneider haben an diesem Tag das ganze Geld eingenommen … aber die Kaffiknopfstücke wurden allenfalls von den asiatischen Berlinbesuchern beäugt … größter Erfolg des Tages: Unser Stand wurde von eben jenen Touristen fotografiert … ansonsten: nüscht. Hmpf.
Jetzt bin ich um eine Erfahrung reicher … immerhin. Flohmarkt ist nicht die richtige Adresse für Genähtes. Ein deutscher Craft Fair müsste mal her.
Genug gejammert … Battis heiß ersehntes Stück Apfel ist im Haus … dafür brauchen wir jetzt erstmal eine schicke Tasche.

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Jun 02

Ich will Junibacken!

hochwasser

Ich will Junibacken, voll mit Erdbeeren, Kirschen, Wassermelone -und kein Hochwasser allerorts!

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