Anfang September haben wir den Garten aufgeräumt um ein Sommerfest zu geben und alle Freunde einzuladen. Es macht so einen Spaß, einfach alle einzuladen. Wir haben überall Sonnenblumen verteilt, das Planschbecken gefüllt, Kuchen geschnitten, Lautsprecher aufgebaut … und der Garten wurde voller und voller. Es waren wohl um die 30°. (Ich hatte heimlich an Herbstfest gedacht, aber die Sommerwünsche waren lauter.) Frische Waffeln, Seifenblasen, richtig viele Kinder. Pflaumenkuchen, gegrillte Köstlichkeiten, Musik auf der Bühne. Und spät, spät, nach den Marshmallows noch ein paar Geschichten am Feuer als erster Anknopf an unsere Jahreszeitenlesungen aus der alten Wohnung. Ein perfektes Fest, liebe Freunde. Dankeschön!!
Category: Sommerleben
Letztes Sommergelb
Es ist doch da, das letzte Sommergelb. Zwischen Blütenstaub und Katzengold. In nassen Wiesen, bis 17 Uhr.
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Lichtspiele
Dieser Sommer spielt gern mit Himmel und Licht. Wir schauen zu. Holen Mini Blondie für einen doppelt gespannten Regenbogen noch mal aus dem Bett. Backen Carrot Cake, wieder und wieder. Beim Abmessen von Mehl, Zucker, Möhren, Rosinen und Nüssen denke ich an Natascha in Laos. (Würde in Laos so ein Carrot Cake schmecken? Ich kann es mir nicht vorstellen.) Wir knüpfen an lang zurück liegende Zeiten an. Sommerleben ist fast wie ein Quilt. Hier ein Stich, da ein Stich. Regen, Sonne, Regen. August and everything after.
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Stromerwetter: Diesig mit Nieselregen bei 20,5°
Die Gräser spielen so gern wie ich im Regen. Manchmal basteln sie sich kleine Perlenkostüme und warten, ob jemand darauf reinfällt und sie kosten will. Letzte Woche hatten wir das Schaugehege in der Döberitzer Heide ganz für uns. Warme Luft, Nieselregen und ein Bollerwagen. Die Heide, die Heide! So schön. Ich habe Mini Blondie all die kleinen Schilder vorgelesen, mit denen Kraut und Wiese, Blumen und Bäume benannt wurden. Jetzt weiß ich was ein Magerrasen ist. Und dass Wisente sauschwer sind, sich gern mit dem Rücken im Sand suhlen und 50 kmh rennen können. Das würde ich gerne sehen, von einer ganzen Herde.
Ganz besonders schön gestaltet ist der Fuchsbauspielplatz und die Wasserplanschanlage. Richtig schön zum Austoben nach der Wanderung.
Schön ist also ganz dicht um die Ecke.
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Märchengemüse
Willkommen zur Erbsenernte! Dieses Jahr muss darf unser Garten wachsen, wie er will. Gut gejätete, gehegte Gemüsereihen gibt es nicht. Auch keine Experimente mit Rosenkohl. Nicht mal Rote Bete. Spät im Mai haben Batti und Mini Blondie ein paar Erbsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne in die Erde geworfen. Dann kam viel Regen. Die Erbsen haben sich nicht gut an den Leinen festgehalten. Gestern habe ich mal nach den Böhnchen gesehen. (Sind welche dran.) Die Sonnenblumen stehen zu zweit nebeneinander und sind schon größer als das Winterkind.
Jetzt wird geerntet.
Zuerst das Märchengemüse. Schon die weißen Blüten sehen märchenhaft aus. Schade, dass es keinen Stoff gibt, der sich anfühlt wie Erbsenblüte. (Oder wie Klatschmohn!) Und dann diese grünen Schoten, da noch eine, und noch eine, immer mehr, je länger wir suchen. Knack, knack zerbeißen wir die frechen, grünen Gartenperlen, diese perfekten Dinger. Ich liebe Erbsen.
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RAINFARN :: TANSIES :: REINFANN
Sonne gibt es diesen Juli nicht so viel am Himmel, aber gar nicht schwer versteckt überall am Wegrand. Oder unter den Aprikosenhälften auf Joghurttörtchen. An einem langen Gartennachmittag mit Muckla + Busenfreundin + fünf kleine Strolche. Perfect Match. In eisgekühlten Kuchenvorräten aus Mutters Gefriertruhe sowieso. Als Gelb verborgen in meiner Wolle die eigentlich blau ist. In den Sommerbeeren, die reif werden wie wild. Schillernd in Schmetterlingswiesen. Seufzend erleichterter Sonnenaufgang zwischen den Buchseiten. Und scheint selbst nach Untergang in einem Lächeln von ganz früher.
Eigentlich fehlt nur noch ein Kästchen voll Sushi. Nimmersatt sind wir alle.
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Haaaaaaallo! Erdbeeren! Nähzimmer! Don´t stop the music!
Spürst du auch das Leben in dir? Auf den Betten hüpfen hilft. Oder einen langen Nachmittag durch Berlin latschen und abends ins Frischluftdorf einrollen.
Spät abends Erdbeermarmelade kochen auch. Samt der Flut an Kindheitserinnerungen. Abschäumen, die Gelierprobe auf dem Teller naschen. Gläser heiß ausspülen, sind alle Deckel sauber (klar, ich habe neue Gläser gekauft), kochend heiß die Marmelade einfüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen. Über Nacht mit einem Geschirrtuch abdecken. (Mama haben wir das denn so oft gemacht?)
Ich weiß, dass Sommer ist, wenn es Erdbeeren gibt, die nach Erdbeeren schmecken – und nach Sonne. Im Juni haben wir es endlich einmal auf die Erdbeerfelder von dem schönen Hofladen geschafft und sieben Kilo gepflückt. Mehr konnten wir nicht tragen – sonst hätten wir nicht mehr aufgehört zu ernten. Die Gewissenhaftigkeit ist wohl noch aus Kindertagen eingeimpft – jede Pflanze wird sauber ganz leer gepflückt, auch die kleinen Erdbeeren müssen ab.
Zu Battis Geburtstagsfest gab es also fast nur Erdbeeren, im Kuchen, in der Bowle, zum Frühstück-Mittag-Abendbrot. Damit haben wir die Erdbeerenzeit auch schon wieder verabschiedet, jetzt warte ich auf Aprikosen und Stachelbeeren für ein bisschen mehr Marmeladenvorrat. Die Erdbeermarmelade ist bis auf zwei kleine Gläschen schon verputzt.
Hier fällt noch etwas auf – wir sind wieder im Nähzimmer. Yuhuuuu. Mal alle drei am Tag, mal Mini Blondie und ich früh am Morgen, Gelbe Wolke und ich noch früher am Morgen, mal ich allein am späten Abend … Ich hab mein Kathedralenstudio so vermisst!!
Auf dem letzten Foto probiert Mini Blondie (widerwillig) ihr Oster-Schürzenkleid an – es ist ein ganzes Ende zu groß geworden. Gelbe Wolke, meine Nichte und kleine Freundin C. wurden auch in Schürzenkleider eingewickelt – leider habe ich noch keine Fotos davon gemacht. Es geht doch nichts über kleine Kleidchen nähen! Das Schnittmuster in vielen Größen gibt es von Stollentroll hier. Entdeckt habe ich den Schnitt bei Amberlight. Danke, danke!
Meine TO SEW Liste ist so lächerlich endlos lang, die schreibe ich lieber nicht auf. Aber ihr, was näht ihr so in diesem schönen, regenreichen Sommer?
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Schlossdamen
Juni, Elternzeit für Batti, heiter bis wolkig und Hochzeit auf einem Schloss in Mecklenburg. Schöner kanns nicht kommen. Mini Blondie hat sich in unserem Schlosszimmer ausgebreitet und gleich mal gewünscht, das hier soll doch bitte unser Dorf zum Wohnen sein. Frühstück im Turmzimmer, Blumen für den Saal, Wechselkleider für die Damen. Ein bisschen blieb die Zeit stehen. Immer wieder zauberhaft, eine Kirche voll Wartende auf die Braut. Mini Blondie dachte, ich heirate auch, ha, und der Chorleiter auch, die im schwarzen Anzug sind schließlich Bräutigamme.
Kinder, die den Hügel runterrutschen, das Hochzeitstorten-Erdbeerherz, winzige gefüllte Kürbisse, barfuss. Zwei Schätze schlafen am nächsten Morgen bis Neune. Ja!
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