Wir haben der Sonne einen Eiskuchen gebacken, mit besten Grüßen an den Februar, der so viel Gelb und Rosa an den Himmel wirft und daraus Schneeblumen zaubert.
Category: Winterleben
Kaffiknöpfe
Merry february! Im Ofen backt ein Lebkuchenkuchen und duftet kirschkernig in die Stube, draußen glitzert der Schnee, der von früh bis Nachmittag fleißig gefallen ist … mir wird wieder ganz weihnachtlich zumute, ich zeige euch noch ein paar Weihnachtsgeschenke, die wir bekommen haben.
Franzi hat mich hoch erfreut mit diesen schönen Knöpfen, die sie alle mit der Hand auf das taubenblaue Papier genäht hat. Da werde ich lange überlegen, bevor ich einen abschneide.
Den Knickohrhasen hat Frau Lehmann für Gelbe Wolke zum Geburtstag genäht. Die gelben Augen passen zu beiden gut.
Und die Ohrringe hat Batti mir bei DaWanda erstanden. Pusteblumen forever.
Die Kinder und ich sind schon die ganze Woche in Mecklenburg bei den Großeltern. Auf Ferien quasi. Wir spielen Wer kann seinen Schlafanzug am längsten anbehalten oder mit dem Puppenhaus, essen Pflaumenkuchen, lesen, stricken, üben mit Gelbe Wolke nicken, OPA und OMA sagen und laufen und seit gestern geht sogar: auf dem Schlitten quietschen und Schneeeeeengel machen.
Winter I love you *
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Schnee von Gestern
Zum Augenfrühstück ein Cupcake. Er sieht so zart aus wie der Zuckerschnee, der uns gestern in der Stadt überrascht und bis nach Hause begleitet hat. Mini Blondie hob alle paar Schritte eine Handvoll auf, für mich zum Geschenk. Das Silberpuder war so gut untergemischt, nur wir beide haben es gesehen. Und wir halten dicht.
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all shook up
Mini Blondie will Elvis hören. Tanzt Elvis. In ihre Lieblings-Playlist reiht er sich zu Pippi Langstrumpf, Anne Kaffeekanne, Snow Patrol und ZAZ ein. Plötzlich hören wir alle Elvis. Oh yeah. Diese Musik und in so eine gemütliche Streichholzschachtel einmummeln, wie die kleine Maus, die der Weihnachtsmann gebracht hat. Bis März nur die Nasenspitze rausstecken – das könnte mir gerade gut gefallen.
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Jännerräumen
Mein Weihnachtself-Blondie hatte im Advent die stockings in die Finger bekommen, die mir Hjortron über die Jahre genäht hat. Eines Morgens sah ich sie damit herum laufen. Das war in der Tat die allerbeste Füllung!
Jetzt ist aber wirklich all der Weihnachtsschmuck abgenommen und in Schachteln verpackt. Nur die Lichterbögen dreh ich in der Dämmerung immer noch an (Batti protestiert). Mit dem Wegräumen kribbelt es in den Fingern – Umräumen, Ausmisten. Ein Stoffschrank muss her. Bis jetzt habe ich meine Stoffe in dem grünen Holzschrank und im Weidenkorb darauf verstaut – das ist wenig übersichtlich. Für die kurzen Nähzimmerzeiten, die momentan nur drin sind, will ich etwas weniger Chaos. Mir schwebt ein einfacher Schrank mit Glastüren vor, mal schauen, ob der IK.EA etwas Gutes hat. Das Bücherregal ist vom Nähzimmer in die Stube gewandert und ich habe noch mal gründlich aussortiert. Da hat sich immer noch so viel angesammelt, was überhaupt nicht benutzt wird. Meine uralte Violine-auf-Bratsche-Umschule muss jetzt auch dran glauben. Nur von den Terminplanern, die mehr noch Tagebücher sind, von 1998 an aufgehoben, von denen kann ich mich nicht trennen.
Jemand anderes hat anscheinend auch “aufgeräumt”. Unsere kleine Maus ist nämlich verschwunden. Sie wohnt unter der Terasse und lässt sich sonst mehrmals täglich blicken. Ich hatte ihr extra das Pfefferkuchenhaus zum Einziehen hingestellt, aber das haben die frechen Amseln auf die Wiese verschleppt und die Maus hat sich nur ein paar Krümel geholt. Ich verdächtige die grau getigerte Katze, die auch gern mal durch die Küchentür guckt und wahrscheinlich ein “Katzen-Mäuse-Neujahrsfest” gefeiert hat.
Draußen sein ist so anders ohne Schnee. Hat es überhaupt schon Frost gegeben? Ich finde immer noch Gänseblümchen, Rosenblüten und riesige, desorientierte Mücken! Möchte am liebsten nach meinem Knoblauch in der Erde graben und nachsehen, was der so treibt. Wenn das überhaupt etwas wird, ich glaube, alle Zwiebeldinger, die Tulpen auch, brauchen Frost. Unser Nachbar hat sich im Herbst eine Schneeräummaschine gekauft, unsere Gemeinde auch. Vielleicht kommt der Schnee im Februar. Wir hätten Zeit.
Im Mucklagarten sieht es schön aus. Die Vögel lassen es sich im Futterhäuschen gutgehen. Ich kann es nicht erwarten, den Garten zum ersten Mal im Frühling zu sehen. Hinten links darf ich mir ein größeres Gemüsebeet anlegen. Ein paar Sämereien, auch Gänseblümchen und Klatschmohn, habe ich hier bestellt.
Der lange Tisch in der Gartenmitte flüstert mir sommerfeste, kaffeetriefende Tortenmeter-Versprechen in die Hand. Ich glaube, ich schneide schon mal Stoff für neue Kleider zu.
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Goodbye Christmas
Die Kirschblüten! Ich muss an ein Lied denken, wenn ich sie sehe, so knackig weiß, zum Anbeißen. Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unser Herz nicht traurig sein. Und so ist es.
Noch steht unser Weihnachtsbaum, lichterfroh. Dieses Jahr hat er nicht geduftet. Nächstes Mal möchte ich gern eine Fichte, keine Tanne. Wir hatten doch früher immer Fichten, war das nicht so?
Ich genieße seinen Zauber im Stillen, für die Kinder ist er längst abgestaunt. Aber heute haben wir uns noch einmal darunter gelegt und in die Lichter geschaut. Morgen schmücke ich ihn ab. Oder – übermorgen.
Der Januar tut uns gut und geht so leicht von der Hand. Jede Menge Besuch hier, und hin und her. Heute war sogar die Sonne da und hat geklatscht, als wir den letzten Pfefferkuchen verkrümelt haben.
Das frische Jahr hat eine Struktur bekommen, eine Richtung zum Ziel und ich staune über mich selbst, Frühaufsteher ich!
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Februar, jetzt aber flinke Füße!
Den ganzen Tag lang wolkenloses Himmelblau, dass die Krähen ihre Flügel weiter ausstrecken als sonst, endlich genug Platz, und über den Himmel toben. Sonnenschein bis abends um Sechs! Da ist es auch nicht schlimm, wenn ich den Zucker im Schokoladenpudding vergessen habe und nachträglich einrühren muss.
Am Morgen waren es -12°, das ist zu kalt, auch wenn ich Hjortrons wunderbares Tuch um die Schultern schlinge. Wandering the Moor heißt das Muster, und draußen wandern möchte ich. Februar, wir geben dir noch eine Handvoll Tage, dann schmeißen wir dich raus und kehren hinter dir die Treppe und binden einen Kranz aus Schneeglückchen für den Frühling.
Wisst ihr noch, Ronja Räubertochters Frühlingsbegrüßungsschrei?
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Und sonst?
Das muss der Ostwind mit Restschnee aus Moskau sein, der seit Tagen um unser Haus grimmt und mir die Spazierlaune verleidet. Von solchem Wetter bekomme ich rissige Hände. Daran bleibt dann die Wolle hängen. Nicht dass ich groß zum Stricken käme … aber ein paar Reihen hier und da lassen sich zusammenmaschen, dafür bin ich dankbar. Stricken glättet die Seele. Die ist im Februar sowieso – und jetzt erst recht – ein wenig getrieben. Und müde. Was hilft da bloß. Lachanfälle bestimmt, Tanzmusik vielleicht, Ohrenwärmer und Joghurttörtchen garantiert.
Was treibt ihr denn so im Februar?
Bei Kaffiknopf gibt es gerade nicht viel zu lesen, deswegen empfehle ich zwei Freundinnen weiter, da passiert mehr!
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COUNT YOUR BLESSINGS
1 Schneewehe im Garten
15×2 Morgen schokoladige Türchen geteilt
11 leere Stangen Nespresso = viele liebe Freunde in kurzer Zeit auf Kaffibesuch
7 von fast 30 Nudelpaketen aufgegessen
1 Tag lang Neuschnee
1 dunkelgrüner Tannenbaum im Wohnzimmer, von Batti und Mini Blondie ausgesucht
100 mindestens himmlische Plätzchen geschenkt bekommen
1 Ente im Eisfach
1 kleine Mausfreundin & 1 Handvoll Amsel, Drossel, Spatz und Meise im Garten
3 Oliver+S Patterns fertig genäht
40 Maschen angeschlagen
1 heißer Kakao läutet den Abend ein
0 Gramm Gewicht auf den Schultern
37 Wochen waren wunderbar und es ist immer noch wahr
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Von Anawak, Iglus, Schnee in der Luft und vom Land der Menschen
Wer kennt Anawak, den Inuitjungen aus dem Land der Eisindianer … wahrscheinlich nur Mini Blondie. Seit Batti Schätzings Roman Der Schwarm gelesen hat, erzählt er ihr oft eine Einschlafgeschichte von Anawak und seinem Freund Robbi die Robbe. Die beiden fischen zusammen Lachs. Mini Blondie liebt die Geschichte und redet oft von Anawak, der Robbe und dem Eisbären, den es da auch noch gibt. Die drei werden hier oft gemalt, manchmal verwechselt sie Robbe und Raupe und malt Raupen, hehe.
Das Land des ewigen Eises scheint auf viele eine unstillbare Faszination auszuüben. Mir geht es auch so – ich weiß gar nicht, warum. Grönland – Land der Menschen nennen es die Inuit. Aus meinem Nikolausstiefel lese ich gerade Juli Zehs Kinderbuch Das Land der Menschen – wunderschön. Es erzählt auch von einem Eisbären, von dem Jungen, der im Schnee schlafen könnte, so wenig friert er drin, und von dem Mädchen, deren Name Schnee in der Luft bedeutet.
Ich muss da mal hin, ins ewige Eis … und nach Sibirien … und einmal über die zugefrorene Wolga reiten.
Vielleicht, weil im Schnee so viel Leidenschaft steckt? Selbstlose Verschwendung um des Frieden willens.
Letzte Woche haben Batti und Mini Blondie ein kleines Iglu in den Garten gebaut. Sie wäre da am liebsten eingezogen. Ich hoffe auf noch viele Winter mit Schneehalbmetern und krame selbst in meinen Kindheitserinnerungen. Wir haben um die Wette die Gesichter in Schneehaufen gesteckt, sechs, sieben Schlitten aneinander gebunden und Papa hat uns mit dem Auto durch den Wald gezogen …
Mein erstes Iglu, ein richtig großes aus Schneequadern, hat Nachbarsdraufgänger Danny für uns kleinere Kinder gebaut. Wir haben darin Brausepulver gegessen und waren schwer verliebt in Danny. Wir wohnten in einer kleinen Hinterstraße. Die ersten drei Häuser hatten Kopfsteinpflaster, danach kam Sandweg. Einen Kindergarten brauchten wir da wirklich nicht, alle Kinder der Straße haben zusammen gespielt. Und alle sind zu Mama zum Saft trinken in den Garten gekommen. So wünsche ich mir das auch mal für Mini Blondie. Die Zeiten ändern sich … und ändern sich manchmal auch wieder zurück.
Ein anderes Buch aus unserer Winterbuchkiste ist The Snowy Day von Ezra Jack Keats. Auch schon ein altes Buch und immer noch wunderbar.
Übers Wochenende ist unser Schnee geschmolzen, es sieht beinahe nach Frühling aus. Der Schneemann ist abgehauen und hat seine Möhre nicht mitgenommen. Vom Iglu steht noch ein Zuckerhut. Aber Neuschnee soll kommen, keine Sorge, dann bauen wir an. Ich will auch ein Igluzimmer haben, wenn ich dieses Jahr schon keine Schnee-Engel machen kann.
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