I need a haircut

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- or way more iced coffee!

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Hollyhock Colors

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Yaya Jippi Jippi Yaya, um es mit Gelbe Wolkes Lieblingsjubel zu sagen. Die kleine Decke für das Märzbaby meiner Freundin ist fertig; zusammengesetzt, für eine Rückseite entschieden, das Binding noch im letzten WM Rummel angenäht (das ging nur wenn ein Spiel mal nicht so spannend war), gewaschen und überreicht. Ich finde, es passt gut zum kleinen Frühlingsmädchen und ich wünsche mir, dass die Decke etwas ist, was sie noch viele viele Jahre begleiten wird.
Rosa und Grün, die Farben sind nicht gerade typisch für mich, aber ich glaube, die Vorfreude auf die Hollyhocks, meine Stockrosen im Garten, hat mich dazu verleitet.
Jetzt habe ich erstmal Großreine gemacht in meinem Nähzimmer. Die Liste ausm letzten August zwackt mich ein bisschen, ich lache sie aus; und mein Jahresmotto … dabei sticke ich gerade am allerliebsten kleine Erdbeerpuppengesichter, weil ich noch Material von Iris übrig hab. Ach ja “… faul sein ist wunderschön, liebe Mutter glaub es mir …”

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Holz und Gespenster

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Neulich hatte ich einen schönen, einen seltenen Ausblick aus dem Küchenfenster. Batti hat Holz gemacht. Im Sommernieselregen. Mit Spalthammer und Eisenkeilen, die beim Getroffen werden gespenstisch tönten und von unglaublichen Geschichten wussten. Unser Holzvorrat war eigentlich schon nach dem vorletzten Winter aufgebraucht. Im letzten Winter war der Ofen nicht viel an, und wenn Feuermeister Onkel Basti ein bisschen zündeln wollte, musste er schon tief im Holzverschlag kramen, um noch etwas passendes zu finden. Einzig ein Haufen Wurzelwerk und unhackbare Kloben lagen da noch herum.
Zum Geburtstag hat Batti das Buch Der Mann und das Holz bekommen, eine norwegische Liebeserklärung ans Holzmachen. Wunderbar geschrieben, sowas kann nur ein Norweger aufs Papier bringen, ich will sofort wieder hin. (Hört ihr mich seufzen? Wegen der jahrzehntelangen Septembersperre und überhaupt.)
Jetzt suchen wir Birkenholz. Für den nächsten Winter. Die Norweger bekommen ihre Lieferung im Mai, wir sind zu spät dran. Ob wir nochmal so einen Winter bekommen wie 2009, 2010?
Auf der letzten Seite im Holzbuch steht ein Gedicht von Hans Børli (“Der Duft von frischem Birkenholz”) das mir einen dicken Kloß im Hals zurücklässt.
Und ich denke an die kleine Holzmachstelle aus meiner Kindheit, beim Haselkletterbaum. Ela und ich haben da viel Holz gehackt. Ich kann mich nicht mehr an die Axt erinnern, auch nicht woher das Holz kam. Aber das Gefühl, wenn die Axt perfekt ins Holzstück trifft und in zwei Teile auseinander springt. Und das Geräusch!

Jetzt muss ich erstmal mit dem Sommer klarkommen, der mich jeden Tag ab Elf außer Gefecht setzt und erst abends um Sieben wieder in Bewegung bringt. (Die Wetteraussichten in der Hardangervidda versprechen schmeichelhafte 15 bis 17 Grad. Hach.) Vielleicht hilft heute Blaubeeren pflücken gehen. Und ganz laut A Sky full of Stars. The man with the most touching voice hat ein neues Album raus und ich bekomms nicht mit, come on!

PS: Die geschmiedete Schere! Ist die nicht ein Augenschmaus? Habe ich bei einer kleiner Berlinflucht neulich im Victoria met Albert geschnappt.

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Ich lese und schmecke mich gerade mit gemäßigtem Tempo durch Molly Wizenbergs A Homemade Life. Abends; ich muss mich vors Bett setzen um das letzte Tageslicht auf die Buchseiten zu lotsen. Ich habe diesen Tick, (der Batti in die Verzweiflung treibt) dass ich ab einer bestimmten Schwere Müdigkeit keine Lampen mehr aushalten kann. Aber so kurz vorm Einschlafen Mollies Rezepte und Geschichten durchzuschmökern ist wunderbar. Ich will alles daraus kochen. Mit ihrem Sconesrezept habe ich angefangen; mein neues Lieblingsfrühstück, gleich nach Spiegeleiern, Banane und Walnüssen. Das Buch ist ganz ähnlich aufgebaut wie My Berlin Kitchen von Luisa Weiss. (Inzwischen auch auf Deutsch erschienen.) Beides gerade meine Lieblingskochbücher. Dass ich die Geschichte zu diesem oder jenem Gericht vorher lesen kann, macht mir ein Rezept schon vorm Ausprobieren irgendwie vertraut. Vielleicht weil ein paar Tränen zwischen den Seiten geflossen sind, oder weil ich diese NewYorksehnsucht auch nicht aus den Taschen geschüttelt kriege. Heute werde ich die 6 Stunden Ofentomaten machen. Ich wette, die schmecken auch köstlich zu Kartoffelpüree.
Das wünscht sich Mini Blondie häufig und ich finde es besonders gut mit extra Pfeffer und Olivenöl auf den Berg. Bei den Kindern beobachte ich, was ich von mir selbst noch in Erinnerung habe: Sie streichen den Kartoffelbrei auf dem Teller breit und machen Muster rein. Das Leben ist doch ein Spiel.

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DSC_1730DSC_1731DSC_1923DSC_2000I garland you some hearts

Habt ihr das auch manchmal, ihr lauft durch den Tag, durch die Stadt, durch ein paar Straßen, durch den Flur, den Garten – und es hängen Girlanden im Himmel über euch, einfach überall? Fragil wie Seifenblasen, wenn ihr zu lange hinseht, verschwimmen sie, aber aus dem Augenwinkel sind sie da, ganz sicher, und über ein paar Dächer weht Glockenlaut her. Applaus für diesen Tag.
Applaus für die Scones, die früh vor Sieben im Ofen backen, und überhaupt, für das Früh. Applaus für die Kirschen, Johannisbeeren, Summerliquid.
Wenn mir so ein Girlandentag passiert, hat es mit Sicherheit mit Stoff zu tun. Und wenn die Bestellung so liebevoll verpackt wird wie bei Stillwaterdesign, dann hüpf ich hoch in die Luft. Spoonflower wollte ich schon lange ausprobieren. Es gibt eine Lieblingszeichnung von Mini Blondie, die sie mit unseren dicksten Wachsmalern gemalt hat. Mit einer Herzgirlande! Mit diesem Bild habe ich das vor einiger Zeit getestet. Der Druck ist auf Kona Cotton, es fühlt sich schon ziemlich “bedruckt” an, ich werde ihn vor dem Nähen vorsichtig waschen.
Mini Blondie hat nicht schlecht gestaunt, als ich ihr den Stoff unter die Nase hielt. Vielleicht nähen wir ja zusammen etwas daraus.
Die Nähwut ist jedenfalls groß. Mit dem Baby Quilt bin ich fast fertig, nur noch das halbe Binding stitchen. Mit der Decke hat viel länger gedauert als geplant, aber das Baby ist zum Glück noch klein genug dass es drauf oder drunter liegen kann.

Ich hab da so ein Bauchgefühl – heute könnte auch ein Tag voller Girlanden werden. Hoffentlich für euch auch!

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(Family Foto von Onkel Basti!)

Aaaaah-dé Juni. Wir sind in der Jahresmitte angekommen. Das schmeckt jedes Mal süß und bitter auf der Zunge, trotz Erdbeeren und Kirschen. Ich liebe den Duft abends vorm Fenster, Gemisch aus Bauernfeld, Bäumen und Nachtluft. Kommt noch Regen? Und der Moment, wenn die Lichterkette im Apfelbaum angeht, pling, Überraschung! Ich habe vergessen, wie Sommer in der Stadt riecht. Wir hören Passenger und She and Him, und sind ab 18 Uhr im Fussballfieber. Mini Blondie findet die Funnywerbung besser als die Spiele, Gelbe Wolke denkt sich ihren Teil und fordert grüne und blaue Karten ins Sortiment. Ich freu mich, dass Oranje noch dabei ist.
Für Battis 35. Geburtstag bin ich mal kurz crazy gegangen und hab für ihn eine kleine Eiszeit in den Garten geholt, den süßen Eiswagen von Eskimo. In der Waffel oder im Becher mussten sich alle lediglich entscheiden; ich glaub ich hab den ganzen Tag nur Eis gegessen. (Ich glaub, Mini Blondie und Gelbe Wolke auch.) Dabei war das Buffet nicht weniger köstlich. Mit kleinen Toren und einem Miniball auf paar Metern Wiese haben wir nebenbei mit allen Gästen die WM durchgespielt, 1:1 Mannschaften und jedes Spiel ging drei Minuten. Die Länder wurden ausgelost, ich war Costa Rica und bin gegen Japan rausgeflogen. Weltmeister ist Bosnien-Herzegowina geworden! True Story.
Vorher waren wir noch mit der Großfamilie am Meer. Urlaubsüberreif haben wir uns aus dem Alltag abgeklaubt und sind in zwei Ferienhäuser auf den Darß gedüst. Vor zwei Jahren waren wir schon mal hier, dieses Mal war der kleine Mucklajunge mit dabei und wir haben zusammen seinen ersten Geburtstag gefeiert. Oh wie hat er sich feiern lassen! Er wusste genau Bescheid. Die drei “großen” Kinder haben Oma & Opa, Tante Juju & Onkel Basti von früh bis spät belagert, sind zwischen unseren Häusern hin und her besuchen gegangen und haben einen Busch im Garten als Weihnachtsbaum geschmückt. (Ich kann nichts dafür!)
Ach Meer … so dicht bist du so schön kaum zu ertragen. Gut dass die Dünen immer noch davor kommen.
Jeden Tag Softeis und dann und wann Waffeln am Stiel, Opapas Klitscher, Mucklas Kartoffelsuppe und Jujus Quiche, Erdbeeren, Erdbeertorte, Erdbeeren im Eis … Mittagsschlaf, hier und da ein Stündchen in Ruhe lesen, Strickzeug dicht bei … ich schwärme mir noch ein wenig vor damit ich nicht alles so schnell vergesse. Am späten Nachmittag rüber zum Strand laufen und bis in den Abend da verweilen, weil es so windstill ist und der Sand so warm. Urlaub ist so eine gute Idee. Bis zum nächsten dauert es erstmal eine lange Weile.

Tschüss Juni! Und jetzt mit Kopfsprung oder Regenschirm in den Juli.

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