Mini Blondie will Elvis hören. Tanzt Elvis. In ihre Lieblings-Playlist reiht er sich zu Pippi Langstrumpf, Anne Kaffeekanne, Snow Patrol und ZAZ ein. Plötzlich hören wir alle Elvis. Oh yeah. Diese Musik und in so eine gemütliche Streichholzschachtel einmummeln, wie die kleine Maus, die der Weihnachtsmann gebracht hat. Bis März nur die Nasenspitze rausstecken – das könnte mir gerade gut gefallen.
Dein einziges Tagesglück und Ziel: in alles und auf alles klettern, was nur geht. Mein Tagesziel und Glück: Dir zusehen, soviel es nur geht, dich machen lassen, mich unterbrechen, dich abpflücken und bewahren. Mehr lächeln.
Wenn es mir ins Bewusstsein knallt, dass eure Welt noch so seifenblasenheil ist – und ich euch begleiten muss, wenn ihr die schlimmen Schlechtigkeiten zum ersten Mal begreift, dann habe ich ein großes Bedürfnis, noch zehn Zentimeter dafür zu wachsen.
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Inari
Die beste Idee überhaupt: Vom Sushimann eine große Portion Reis mitbringen und Inaris damit füllen. Mini Blondie und ich könnten alle Woche eine Dose vertilgen. Gelbe Wolke macht mit. Das ist wie der schönste Weg nach Inari.
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Vorhang auf, zu, auf, zu …
Der Guten-Morgen-Kaffee ist im kühlen Nähzimmer kalt geworden, bevor ich ihn trinken konnte (Tassenwärmer, hello?) und jetzt habe ich schon mal Internet, aber finde den Fotokartenleser nicht. Aber halb 5 aufgestanden! Glücklicherweise habe ich diese Fotos gefunden, die ich posten wollte, als ich noch vorhatte, bei OH HELLO FRIENDS twelve by 12 mitzumachen. Mit in meiner Liste waren die zwei fehlenden Vorhänge für die Stube. Sie sind auch noch nicht fertig; ich habe schon Leinen nachgekauft, aber ich hantiere nicht mit so riesigen Stoffbahnen am Stück. Der eine Vorhang macht es allerdings schon gemütlicher und ist das perfekte Versteck für Blondies und Wolken.
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80 Gramm Papier
Ich hebe nicht mehr jedes Bild auf, trotzdem würde es Tage dauern, die zu sichten. Wir haben verschiedene Papierfavoriten; sie: A4 und Kuli, ich: 80 Gramm Papier.
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Jännerräumen
Mein Weihnachtself-Blondie hatte im Advent die stockings in die Finger bekommen, die mir Hjortron über die Jahre genäht hat. Eines Morgens sah ich sie damit herum laufen. Das war in der Tat die allerbeste Füllung!
Jetzt ist aber wirklich all der Weihnachtsschmuck abgenommen und in Schachteln verpackt. Nur die Lichterbögen dreh ich in der Dämmerung immer noch an (Batti protestiert). Mit dem Wegräumen kribbelt es in den Fingern – Umräumen, Ausmisten. Ein Stoffschrank muss her. Bis jetzt habe ich meine Stoffe in dem grünen Holzschrank und im Weidenkorb darauf verstaut – das ist wenig übersichtlich. Für die kurzen Nähzimmerzeiten, die momentan nur drin sind, will ich etwas weniger Chaos. Mir schwebt ein einfacher Schrank mit Glastüren vor, mal schauen, ob der IK.EA etwas Gutes hat. Das Bücherregal ist vom Nähzimmer in die Stube gewandert und ich habe noch mal gründlich aussortiert. Da hat sich immer noch so viel angesammelt, was überhaupt nicht benutzt wird. Meine uralte Violine-auf-Bratsche-Umschule muss jetzt auch dran glauben. Nur von den Terminplanern, die mehr noch Tagebücher sind, von 1998 an aufgehoben, von denen kann ich mich nicht trennen.
Jemand anderes hat anscheinend auch “aufgeräumt”. Unsere kleine Maus ist nämlich verschwunden. Sie wohnt unter der Terasse und lässt sich sonst mehrmals täglich blicken. Ich hatte ihr extra das Pfefferkuchenhaus zum Einziehen hingestellt, aber das haben die frechen Amseln auf die Wiese verschleppt und die Maus hat sich nur ein paar Krümel geholt. Ich verdächtige die grau getigerte Katze, die auch gern mal durch die Küchentür guckt und wahrscheinlich ein “Katzen-Mäuse-Neujahrsfest” gefeiert hat.
Draußen sein ist so anders ohne Schnee. Hat es überhaupt schon Frost gegeben? Ich finde immer noch Gänseblümchen, Rosenblüten und riesige, desorientierte Mücken! Möchte am liebsten nach meinem Knoblauch in der Erde graben und nachsehen, was der so treibt. Wenn das überhaupt etwas wird, ich glaube, alle Zwiebeldinger, die Tulpen auch, brauchen Frost. Unser Nachbar hat sich im Herbst eine Schneeräummaschine gekauft, unsere Gemeinde auch. Vielleicht kommt der Schnee im Februar. Wir hätten Zeit.
Im Mucklagarten sieht es schön aus. Die Vögel lassen es sich im Futterhäuschen gutgehen. Ich kann es nicht erwarten, den Garten zum ersten Mal im Frühling zu sehen. Hinten links darf ich mir ein größeres Gemüsebeet anlegen. Ein paar Sämereien, auch Gänseblümchen und Klatschmohn, habe ich hier bestellt.
Der lange Tisch in der Gartenmitte flüstert mir sommerfeste, kaffeetriefende Tortenmeter-Versprechen in die Hand. Ich glaube, ich schneide schon mal Stoff für neue Kleider zu.
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Goodbye Christmas
Die Kirschblüten! Ich muss an ein Lied denken, wenn ich sie sehe, so knackig weiß, zum Anbeißen. Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unser Herz nicht traurig sein. Und so ist es.
Noch steht unser Weihnachtsbaum, lichterfroh. Dieses Jahr hat er nicht geduftet. Nächstes Mal möchte ich gern eine Fichte, keine Tanne. Wir hatten doch früher immer Fichten, war das nicht so?
Ich genieße seinen Zauber im Stillen, für die Kinder ist er längst abgestaunt. Aber heute haben wir uns noch einmal darunter gelegt und in die Lichter geschaut. Morgen schmücke ich ihn ab. Oder – übermorgen.
Der Januar tut uns gut und geht so leicht von der Hand. Jede Menge Besuch hier, und hin und her. Heute war sogar die Sonne da und hat geklatscht, als wir den letzten Pfefferkuchen verkrümelt haben.
Das frische Jahr hat eine Struktur bekommen, eine Richtung zum Ziel und ich staune über mich selbst, Frühaufsteher ich!
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Geburtstagsschnee
Der vorletzte Tag im alten Jahr … kam; und ging – und war zauberhaft. Das ganze Jahr über hatte er mir Grübelgrübchen gemacht und Fragezeichen hinter die Ohren gesteckt. Jetzt ist der Kreis wieder rund und viele Jahre mit Doppelgeburtstag können heran rauschen. Happy Birthday my loves!
Gelbe Wolke zwei Tage alt

Gelbe Wolke ein Jahr alt
Gelbe Wolke und ich waren die Frühaufsteher und haben unterm Weihnachtsbaum noch mal dem echten Geburtstag nachgefühlt und diesen irgendwie heiligen ersten Stunden. So viel Schnee lag und die Stadt im Benommensein zwischen den Jahren … plötzlich wieder einzeln auf den Beinen stehen, das Kind im Arm und nicht mehr im Bauch … Mini Blondie rennt, uns die Tür aufzumachen … Die Schwestern sehen Gelbe Wolke gleich am ersten Tag … Nebel, Nebel und Pippi Langstrumpf Plätzchen.
Auf dem Geburtstagstisch stehen zwei Pound Cakes, vier und eine Kerze zünde ich schnell an, als es auf der Treppe trappst. Die Langschläfer kommen herunter, Mini Blondie hat ein Geschenk für ihre Schwester unter den Arm geklemmt. Es gibt Kakao mit Sahne, heftiges Geburtstagsleuchen in den Augen und zum Geschenke auspacken segeln Schneeflocken so groß wie Wolkenbrötchen vom Himmel. Danke!
Im Kindergeburtstagsfeiern müssen wir noch Übung bekommen. Aber es war ein wunderschöner Tag. Die Geburtstagskrone hat einen Knopf mehr. Mini Blondie hat über Nacht die Verwegenheit der VIER im Gesicht und erzählt immer noch jedem, wie alt sie jetzt ist. Gelbe Wolke durfte den Itty Bitty Birthday Hat aufsetzen, den auch die große Schwester zum 1. getragen hat – gerade lange genug für ein Foto, dann hatte sie die Mütze auch schon vom Kopf gerupft. Jetzt würde sie am liebsten loslaufen in die weite Welt, traut sich aber doch noch nicht ganz. Bringt uns so zum Lachen wenn sie die Lippen zu einem Oooo formt und versucht, Tiere nachzuahmen.
Wir sind noch immer ganz doll in Feierlaune, der Onkel hatte am Wochenende Geburtstag und übermorgen wird das Mucklababy eins. EINS.
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Gebratenes Sauerkraut und Kichererbsenmus
Ich mag unsere große Familie. Sie ist nicht riesig, Batti und ich haben jeder nur zwei Geschwister und nur meine Schwestern leben dicht bei. Ich koche gern den großen Schmaus und habe geduldige Mäuler, die meine zeitweilige Probierwut (Teriyaki an alles!) aushalten. Unsere Küche wird gerade zu klein für die große Runde, und aus dem Wohnzimmer haben wir den großen Tisch ausgeräumt. Also muss eine Eckbank her – oder es wird schnell so warm dass wir im Garten tafeln können.
Bei dem Aprilwetter heute teile ich schnell zwei Rezepte, die wir gerade andauernd essen. So lecker! Gebratenes Sauerkraut – davon hat mir vor Weihnachten eine Freundin erzählt und seitdem ging mir der Gedanke daran gar nicht mehr aus dem Kopf. Am ersten und zweiten Weihnachtstag hab ich das gebrutzelt.
Gebratenes Sauerkraut
:: 1 Dose oder Glas Sauerkraut
:: etwas Knoblauch, Butter oder Butterschmalz, Orangensaft, Kalbsfond, Sojasauce, Salz, Pfeffer, Zucker
:: etwas Sahne
Knoblauch anschwitzen, Sauerkraut dazu geben (das Wasser weggießen) und kräftig braten. Immer mal einen Schuss Fond und Orangensaft dazu geben, damit es saftig bleibt, aber nicht kocht. Ich brate es ca. 15 Minuten. Mit Sojasauce, Salz, Pfeffer, Zucker abschmecken und zum Schluss etwas Sahne dazu geben, dann wird es richtig schön cremig.
Wer mag, kann auch Chili und geriebenen Ingwer oder ein paar Körner Kümmel dazugeben.
Kichererbsen sind auch so eine tolle Sache. Ich kaufe sie viel zu wenig, jetzt hatte ich sie im Haus, weil Gelbe Wolke sie schon gut essen kann und alles in dieser Größe liebt. Batti hat bei d.m. die vegetarischen Aufstriche entdeckt, die sind sehr lecker aber in so einer Dose ist nicht viel drin. Also hab ich mal zusammen gemixt, was so auf der Zutatenliste stand … und was mir noch dazu einfiel. Hehe.
Kichererbsenmus
:: 1/2 Dose Kichererbsen (die andere Hälfte zum Naschen für die Kinder)
:: 2 Handvoll Cashewkerne
:: 1 Bund Schluppen, 2 Knoblauchzehen glasig gedünstet und mit Agavendicksaft karamelisiert
:: 1/2 reife Avocado
:: Zitronenabrieb und etwas Saft
:: 1/2 Becher Frischkäse
:: Salz, Pfeffer, Chili
:: frische Kräuter
Alles gut mixen und wenn die Konsistenz zu dick ist, etwas Wasser dazu geben. Sehr lecker auch mit etwas mit den Zwiebeln mitgedünstetem Apfel.
Dazu die Rote Bete aus dem Ofen oder Gemüsesticks oder Tortillas … Yummmm.
Essen mit der Familie ist sowieso das Schönste. Jeder weiß, was der Andere am meisten liebt – und hebt das extra auf, oder nascht es selbst schnell weg.
Im Moment ist die Hälfte der großen Familie richtig doll vergrippt und nichts schmeckt. Ich freu mich schon, wenn es allen wieder gut geht und wir das nächste Fest zusammen feiern.
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Immer der Reihe nach
Es stürmt durch die Stadt, die Dämmerung erscheint schon eine gute halbe Stunde nach Vier. Gelb hängt der Himmel auf die Häuser runter – und kein Schnee. Winter, dieses Kleid steht dir eher schlecht als recht. Du bist wohl in deinem eigenen Packeis steckengeblieben.
Und Weihnachten; soll wirklich schon vergangen sein? Ich halte noch ein paar Tage daran fest. Früh drehe ich die Kerzen am Weihnachtsbaum an und zur Nacht erst wieder aus. Batti weckt mich aus meinem Winterschlaf, der Kaffee steht auf meinem Schreibtisch. Oooh. Allein sein. So wird der Tag gut, so beruhigen sich die Gedankenwogen und endlich – klare Sicht. Land. Lass es Festland sein und keine Insel. Zwischen den Aufgaben, die sich den langen Tag aufdrängen und den Dingen, auf die es wirklich ankommt, liegen Welten.
Snow Patrol hilft: You are my joy.
Jetzt aber! Im Flur schachteln sich immer noch mehr leere Päckchen und Pakete, als in ein Postauto passen. Unterm Weihnachtsbaum liegen die Geschenke. Oh, so viele Geschenke. Das große Auspacken wurde am 20. Dezember mit dem Öffnen der Wichtelpakete eingeläutet. Wir waren so gespannt, wer uns denn gezogen hat.
Das Paket für Gelbe Wolke kam passender Weise von Gedankenwölkchen, mit vielen bunten Schätzen, auch für die große Schwester war eine Überraschung dabei. Und selbst bedruckter Stoff für mich, juchu.
Für Mini Blondie kam ein Päckchen vom Nebeleben, unter Anderem mit einem Strickstern, den finde ich toll. Er funktioniert so ähnlich wie ein Strickliesel und Mini Blondie kann damit tatsächlich schon stricken. (Mit dem Liesel war es immer noch zu schwierig.) Ganz besonders lecker und wirklich wie Samt war das Glas Marmelade aus Kiwi, Mango und gebrannten Mandeln.
Mitten im Advent bin ich ins Grübeln gekommen über die viele Schenkerei und wie das Ganze sich am Ende als Zeitdieb entpuppt … und von allen Seiten bekommen die Kinder schon Geschenke, wunderschöne Dinge, aber so viel. Auf einmal dachte ich mir, dass ich noch viel lieber für Kinder Geschenke gemacht hätte, die sonst nichts bekommen, so etwas wie Weihnachten im Schuhkarton, da gibt es viele ähnliche Aktionen. Nächstes Jahr. Ähem, dieses Jahr.
Für 2011 war alles gut so und ich habe mich sehr über die neuen Bekanntschaften gefreut, die so entstanden sind. Von Menschen, die wir gar nicht kannten, liebevolle Post zu bekommen, ist herzerwärmend. 1000 Dank!
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