DSC_3540
DSC_3522

DSC_3529

DSC_3519
DSC_3535

Im Winter war ich einige Wochen in Michigan und bin nun zurück gekehrt. Zögerlich. Sharon Garlough Brown hat mich vier Bücher lang nach Kingsbury entführt und zwischen Meg und Hanna, Mara und Charissa gesetzt. Ich habe Blumen bekommen.

Eine Klavierlehrerin, eine Pastorin in Auszeit, eine Mutter zweier halbstarker Teenager und eine Studentin – Sie finden sich für eine Geistliche Reise im Kursraum von Katherine Rhodes wieder. In stillem Einvernehmen, dass sie so gar nichts miteinander anfangen werden können, stehen sie auf, begegnen sich auf dieser Reise und finden alles, Schritt für Schritt, gemeinsam. Die vier Frauen tragen dabei nicht immer das passende Schuhwerk.

Ach, nach Michigan wollte ich schon immer mal. Und das diese Reise nur zwischen raschelnden Seiten stattfand, habe ich fast nicht bemerkt. Ich konnte auf Socken laufen. Selten hat mich eine ganze Buchreihe so gefesselt, begeistert und genährt.

Es ist für mich ein großer Unterschied, satt zu sein oder genährt. Diese Bücher richten auf, was von Alltagsstürmen umgeknickt wurde, heilen alte, auf den Dachboden geschobene Wunden, bewässern innere Wüsten aus Träumen und Plänen. Es geht immer noch tiefer in Gottes Herz hinein.

Ich kann gar nicht genug davon schwärmen und habe schon vor einer Weile über Instagram den ersten Band als Wanderbuch auf die Reise geschickt. Noch mehr freue ich mich, dass Gerth Medien mir eine komplette Reihe der Schuhbücher zum Verlosen zur Verfügung stellt. Ich nenne die vier Bände gern die Schuhbücher, weil sie in der Originalfassung Sensible Shoes (und weiter dann: Two Steps Forward, Barefoot und An Extra Mile) heißen.
Zum Ende der Fastenzeit wird das ein ganz wunderbarer Lesestoff, eine echte Schlemmerei.

Das Giveaway läuft deswegen bis zum 22. April, Ostermontag. Ihr könnt mitspielen, indem ihr hier einen Kommentar schreibt (auf die Überschrift des Posts klicken, dann erscheint ganz unten das Kommentarfeld) und mir erzählt, welches denn euer Paar angemessene Schuhe für bestimmte Situationen war – oder wo ihr mal ganz und gar nicht in den passenden Schuhen gesteckt habt.

Ja, das sind Frauenbücher. Aber nicht nur. Die Empfehlung für den ersten Band habe ich von meinem Papa bekommen. Vielleicht liegt es daran, dass er Pastor ist – aber er war genauso begeistert. Sharon Garlough Brown ist übrigens auf der echt.sein Konferenz eine der Referentinnen.

EDIT: Meine Lieben, mein Blog scheint grad Probleme zu haben, manchmal ist das Kommentarfenster da, manchmal verschwunden. Entweder es liegt am Update oder … weiß der Fuchs. Ihr dürft auch bei Instagram kommentieren. Alle Kommentare werden in den Lostopf geworfen und mein Glücksfeenrich zieht dann einen Namen. Es tut mir sehr leid für dieses Hin & Her. Hoffe, ihr spielt trotzdem mit und lauft ein wenig barfuss rüber in die Osterwoche.

7Kommentare

Filed under: Advertorial, Bücher Getaggt , , , ,

 

Eine Million Dinge

DSC_3348 DSC_3332 DSC_3352 DSC_3201 Glück durchrieselt mich wie tausend Lichterfunken. It’s wednesday. Unser Dorf hat neuerdings einen kleinen Dorfladen mit feinsinnigen Produkten. Auch Kaffee aus Himmelpfort gibt es. In diesem süßen Örtchen waren wir mal, die Himmelspforte ist also gar nicht weit weg. Noch lieber möchte ich aber nach Regenmantel, auch in Brandenburg. Dank meinem Freund Titus Müller habe ich das endlich mitbekommen! Wenns dichter bei wäre, ein Grund umzuziehen. Aber dalli, wie meine Oma sagen würde. Kaum war ich ein paar Wochen nicht hier, finde ich mich kaum mehr zurecht. WordPress hat umgebastelt; ich muss mich erstmal orientieren. Still I see you celestial. Der Januar hat Staub aufgewirbelt. Wir – wie alle anderen – sind auf Marie Kondos Sendung gestoßen; sofort verliebt! Schade, dass sich die Mäuler zerissen werden. Für den einen passt es, für den anderen nicht. Leben und leben lassen, immer. Unser Haus hat nur so danach geschrien und mit den Schranktüren geklappert. Wir haben die Serie mit den großen Kids zusammen geschaut und daraus ein Familienprojekt gemacht. All die letzten Jahre war ich unzufrieden, kein System für unsere Millionen Dinge zu finden. So vieles war zuviel, aber eben auch noch funktionstüchtig. Aber mit Maries Methode, nur Dinge, die Freude entfachen, zu behalten, fällt alles an seinen richtigen Platz. Und endlich bin ich auch dahinter gekommen, warum ich im Schneckenhaus oder in Ferienwohnungen so glücklich bin: In den Urlaub nehmen wir sowieso nur die Dinge mit, die Freude entfachen. Und automatisch ist Platz. Freiraum. Ein Segen! Wir haben, wie in der Serie auch, mit den Klamottenbergen begonnen. Gut die Hälfte aller Klamotten sind aus dem Haus. Und habe ich zum ersten Mal seit Jahren die Oberhand über die Wäsche, und hinke nicht mehr ewig hinterher. Maries Wäschefaltmethode ist perfekt und die Mädchen sind stolz, wenn sie selbst mitgefaltet haben. Wir gehen das Haus Stück für Stück durch, es ist noch eine Menge Arbeit und manchmal scheint kein Ende in Sicht. Aber in den Bereichen, wo wir fertig sind, ist die Erleichterung so spürbar; pure Freude! Mein Nähzimmer samt der Stoffe, Garne, Materialien war ein Meilenstein für mich. Der Berg stand einige Wochen, bevor ich ihn bewältigt habe. Und plötzlich ist neue Energie frei gesetzt. Im Freundeskreis wird man jetzt nur noch schwer Dinge los, weil alle ausmisten, hehe. Aber es gibt jede Menge Second Hand und Fairkaufhäuser. Die Grauwolken haben wir uns versüßt mit Schummelmarmelade und Frau Rosenrots schönen Blumenkinder-Anleitungen zum Glücklich nähen. Es klappt immer wieder und jetzt, wo alles so schön sortiert ist, kann ich es kaum erwarten, endlich Iris neue Waldwichtelkinder zu nähen. Der Februar verging zwischen ein paar Wimpernschlägen – und Rodelpartien. Wir haben die Ferien bei Oma und Opa verbummelt. Und weil der Schnee sich auch dieses Jahr nicht wirklich zu uns bequemen wollte, einen Tagestrip in den Harz gemacht, dass die Kinder mal sehen, was richtiger Schnee ist. Mini Blondie trat vom Rodelberg in den Nadelwald ein, ließ sich auf den Rücken fallen und hatte ihren Platz gefunden. Und auch ich hatte vergessen, was Rodeln für ein Spaß ist. Quietsch. Uli hat mich für die #yarnlovechallenge angestiftet (Instagram). Da ich so kleine Challenges liebe, hatte ich es beinah jeden Tag mit meiner Wolle zu tun. Herrlich! Mittendrin ist der Dompfaff zwei Jahre alt geworden. Unsere Jüngste in der Runde der Cousins und Cousinen. Sie war recht skeptisch, was all der Trubel um sie sollte. Hauptsache, es gibt Sauerkraut. Einmal mehr ist der Februar, mein einst ungeliebter Monat, zu schnell verflogen. Vielleicht, weil es jetzt Ferien gibt. Oder weil wir älter und alt werden. Und jeder Tag ist ein Geschenk. Die obligatorische Erkältungswelle haben wir gemeinsam auf dem ausgeklappten Sofa ausgesessen. Eine Arte Sendung, die ich dank Puppa Berlin schon letztes Jahr rauf und runter geschaut habe, hat uns die Zeit nicht lang werden lassen. Ihr kennt sie vielleicht auch?! Zu Tisch in … Lykien, Norwegen, Sachsen, Mazedonien, … ach wohin das Herz einen zieht. Dabei ist ein Schatz aus Zeitgeschichte entstanden, denn es gibt Sendungen aus den Neunzigern bis in die Gegenwart. Ich werde vielleicht nie nach Armenien reisen, aber diese Sendung bringt mich für eine dreiviertel Stunde dort in ein Zuhause, an einen Tisch, und mein Herz bleibt noch ein Weilchen länger dort. Es märzt nun. Für morgen sind 17 Grad gemeldet. Das Gummibärle hüpft und juchzt dem vierten Geburtstag entgegen. Dieses Mal sind ihre Wünsche und Pläne so klar. Rotes Fahrrad mit Stützrädern (wie Conni, logisch)! Kirschen sollen oben auf den Kuchen. Würstchen, Stockbrot und mehr. Kleiner Lockenkopf, du bist nun wirklich nicht mehr mein Baby, auch wenn du immer noch zuverlässig jede Nacht zu uns gewandert kommst. I have to let you go… Und du schmetterst „Freude schöner Götterfunken“ und „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst“ in einem Atemzug. Du bist so echt und unverstellt. Kannst Tornado, kannst Liebreiz. Wenn es was zu helfen gibt, bist du sofort dabei. Du kleine Krabbelmaus. Ich mag dieses Jahr. Es lichtet sich. Hier und dort.

Titus Müller

Puppa Berlin

Zu Tisch in Norwegen

Frau Rosenrot

Anbei die Links, die sich partout nicht in den Text enbauen lassen. Wie gesagt, Orientierung!

1Comment

Filed under: Zuhause Getaggt , ,

 

Silvestertag

Am Silvestertag muss ich Nudeln kochen und was noch im Kühlschrank ist, zu einer Soße zusammen simmern. Einige beachtlich große Löcher in die Luft gucken. Aufseufzen.
Tannennadeln an den Staubsauger füttern, den alten Nimmersatt.
Muss die Wehmut rausschmeißen denn da steht schon die Neugier füßetrippelnd und fönfrisiert vor der Tür und will mit mir aufs Neue anstoßen.
Am Silvestertag muss ich schreiben, all die Worte, die noch in mir drin sind und zur Ader gelassen werden wollen, weil sie ins alte Jahr gehören, und nur dahin.
Muss ich Rückschau halten und mit ernster Miene erste Spuren in die neuen Kalender ziehen. Gänsefüßchen. Fragezeichen. Herzen und Sternchen. Ein schmales Kreuz.
Am Silvestertag muss ich Purzelbäume machen, mich aus den Ecken wieder zusammen flicken, durchs Feuer gehen. In den Himmel gucken. So oft es geht, in den Himmel gucken.
Tanzschrittchen mit dir finden, zu all dem Peng und Puff.
Loslassen, all das Wollte noch, Hätt ich nur, Das ist nicht fertig und das auch nicht.
Vordergründig den Staub wegwischen. Tabularasa mit dem süßen Zeug. Konfetti versprühen. Aus blanker Freude, am Leben zu sein.
Am Silvestertag muss ich Bowle machen, Berliner essen, Appetit auf Kartoffelsalat und Würstchen haben. Muss an euch denken mit heißem Herzen, Freunde, die ich euch alle zu selten gesehen habe, zu wenig mit Zeit bedacht oder mit Apfelkuchen.
Gott sei Dank bekommen wir ein neues Jahr. Sei, Gott, sei hier mitten unter uns. DANKE.

Meine Guten, wer auch immer sich heute Abend hier her verirrt und auf Empfang geht, ich sende euch: Frohes Neues Jahr! Friede mit euch. Bis bald.

0Kommentieren

Filed under: Familie Getaggt

 

DSC_2764

Du wirfst eine Handvoll Schnee
Liebesbeweis
vom Himmel
stellst Engel rundum
arme Ritter und Hasen
lahm und blind –
Weil Gott in tiefster Nacht erschienen!

Filed under: 24 Worte Getaggt

 

DSC_2773

Kartoffeln schälen, Straßen bauen
Baum schmücken, Gezeter schlichten
Geschenke zählen, Eilige Maschen
Die Ruhe bewahren – almost
Mehr Glück Andreas
Loslassen
Raum schaffen
Immanuel
kommt.

Filed under: 24 Worte

 

*

Die Zeit bleibt stehen
mit Geächze.
Noch zwei Türchen
– und bärtige Listen.
Verteilen uns aufs Haus
und finden am Ende wieder
zusammen
unterm Stern.

Filed under: 24 Worte

 

20181219_180213

Wenn wir
werden wie die Kinder
In der allerlängsten Nacht
Fürchten wir uns nicht –
Begnadigte –
Erwählte –
Am Fuße deines Berges
will ich immer sein.

Filed under: 24 Worte

 

*

Ich setz mich unter den Lebensbaum
in Ithaka.
Noch ist alles im Nebel verborgen.
Da
ein Flügelschimmern.
Sie kommt mit Rollkoffer
und wehendem Stern.

Filed under: 24 Worte

 

DSC_2722

Und dann reißt du alle Himmel auf
– als fielen Feuer
tünchst die Erde in Frost
– wie feinster Zucker.
Friede-Fürst
Ewig-Vater
KÖNIG.
Abide with me.

Filed under: 24 Worte

 

*

Als wir es am eiligsten hatten
warfen wir doch kurze Blicke
an die Fenster
– wie nasse Schneebälle.

Hundert Tanzpaare drehten sich
lautlos
zerfurcht
selig.

Filed under: 24 Worte