blogfamilia hat kinder
blogfamilia im haus der stadtmissionblogfamilia ballons
blogfamilia hat guten Kaffi
blogfamilia und weleda auch
blogfamilia und weledablogfamilia moderation
blogfamilia hat sonne

Mit Mamas altem Auto, wie letztes Jahr. Einen Rückspiegel gibts inzwischen wieder, aber diesmal geht das Tacho nicht. Und ich habs eilig, denn diesmal habe ich mir Begleitung eingeladen. Die lieb gewordene Freundin C. von Puppa Berlin kommt mit und wir treffen uns an der Ecke-in der Sonne-vorm Hotel. Die Strecke fahr ich im Schlaf, in der Lehrter hat meine Schwester jahrelang gewohnt. Ein bisschen Nostalgie mischt sich in die Aufregung. Ich kenne nur eine einzige Bloggerin, Carola aka Frische Brise persönlich, bin kein Fan von Smalltalk und wo ich sonst die Ruhe weg habe und einfach mein Strickzeug auspacke, bleibt es diesmal in der Tasche. Das liegt auch an dem sehr leckeren Kaffee, den ich bechere als gäbs morgen Keinen.
Ich freu mich sehr, einen Tag lang dem Bloggen zu widmen – in letzter Zeit war zu viel Trubel zum knipsen und schreiben. Die Keynote von Nora Imlau – sehr sympathisch und angenehm frei gesprochen – gefällt mir gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur zwei Generationen früher über nichts von dem gesprochen wurde; und heute wimmelt das Netz vor Geburtsberichten und kein Thema ist mehr tabu. Wie muss das gewesen sein? Ich habe es versäumt, meine Omas darüber auszufragen.
Im Workshop „Digital Storytelling“ mit Maike und Florian Frisch haben wir uns richtig wohl gefühlt und die Zeit in den Pausen zum erzählen in der – endlich – Frühlingswärme genossen. C. musste nach dem Mittag leider schon wieder los. Ich habe am Weledastand, auf dessen üppige Ringelblumenpracht ich mich schon gefreut hatte, eine wunderbare Handmassage bekommen. Myrtha hat Recht: Warum mache ich das nicht öfter, wenn ich mit meinem Mann oder einer Freundin, oder Mama zusammensitze?! So wohltuend für die Hände, die den ganzen Tag ackern.
Die Blogfamilia findet dieses Jahr in den Räumen der Berliner Stadtmission statt, das gefällt mir gut. Alles ist so sorgfältig und mit Herz vorbereitet – Dickes DANKE Blogfamilia!
Highlight war für mich die Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung und Vereinbarkeit“ mit Kirsten Frohnert; DIHK ‐Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ Cornelia Spachtholz; Vorsitzende Verband berufstätiger Mütter e.V. und Tobias Weber; „Johnnys Papablog“, moderiert von der herrlichen Mareice Kaiser (Kaiserinnenreich). Bei dem Wort ‚Vereinbarkeit‘ stößt es mich immer auf … dass wir so ein Wort überhaupt brauchen, macht mich sauer.
Die Awardverleihung war sehr schön und berührend und mit einem letzten Becher Kaffee und einer schweren Goodie Tasche (Ich liebe Goodie Bags, da kommt einfach das Ostkind in mir wieder hoch!) hab ich mich mit dem kleinen Auto auf den Heimweg gemacht. Was für ein Glück, am Morgen in die Stadt reinfahren zu können, und am Abend wieder raus, in mein Dörfli. Dieses Jahr eingerahmt in Rapsfelder, der Himmel schwerblau drüber und meine Rasselbande quiekt, weil ich mit Erdbeeren heimkomme.

Flattr this!

1Comment

Filed under: Reisekunde Getaggt , ,

 

Vor Ostern

DSC_1695
DSC_2354
DSC_1703
DSC_2476
DSC_2473
DSC_2446
DSC_2469
DSC_2437
DSC_2458

Die Kirschen blühen, ein paar Tage früher als letztes Jahr. Ach könnte ich mir von diesem Himmelblau-Blütenweiß sofort ein paar Meter Stoff herzaubern! Vor jedem denkbaren Himmel sehen sie schön aus, am allerschönsten, wenn die Abendsonne sie anleuchtet. Selbst im Dunkeln sind sie zu sehen. Ihr Anblick macht nimmersatt.
Wir backen drei Tage hinter einander Scones. Das Wetter, der Ostwind. Wie kann bloß so viel Wäsche zusammen kommen. Mein Trockner spinnt. (Nicht mehr. Batti hat herausgefunden, dass es ein geheimes Reinigungsprogramm gibt. Crazy!)
Wir haben Osterferien und genießen den gelockerten Griff der Uhrzeit. Es kommt nicht auf die Stunde an.
Ich denke an unseren Großfamilienurlaub letztes Ostern in Lexow. Der ellenlange Tisch, meine Nähmaschine. Biedermeierkaffee. (Mit Eierlikör und Schlagobers.)
Für dieses Jahr haben wir noch kein einziges Ei bemalt, auch die schönen Wildenteneier sind nicht aufgehängt. Ich habe noch keine Lämmchen gekauft und ob ich den geliebten Osterzopf backe; ich weiß es nicht. Ich mag mich nicht zwingen, nur weil wir es sonst tun. Aber meine Nähmaschine, die spielt wieder mit rein und darauf freue ich mich sehr.
Mein halbes Nähzimmer ist gepackt und über Ostern machen eine Freundin und ich einen Nähworkshop. Juchuu.
Da kann der Wind seine Regenpeitschen über die Fenster ziehen wie er will – wir sitzen im Warmen, mit Kaffee und Tee versorgt. Wir werden zusammen::nähen. It´s magic. Always.

Flattr this!

0Kommentieren

Filed under: Familie, Nähwut Getaggt ,

 

Ein Mädchen ging durch den Tannenwald und es schneite sehr. Sie hatte ein Körbchen dabei mit einem Messer drin, aber es war nicht Herbst und es wuchsen keine Pilze. Sie hatte einen Blumenkranz auf den schwarzen Locken aber es war nicht Frühling. Unter dem Fellmantel trug sie ein Kleid aus hellem Leinenstoff aber es war nicht Sommer. Das Mädchen pfiff eine wunderschöne Melodie und die Schneeflocken tanzten dazu. Tief im Wald kam sie zu einer Lichtung. In der Mitte stand ein Baumstumpf, ordentlich blank poliert, und darauf dampfte eine silberne Kanne mit heißem Kaffee. Es waren vier Tellerchen gedeckt, vier Tässchen und vier Messerchen. Das kleine Mädchen schaute sich verwundert um. Nanu, nanu.
Da entdeckte sie den großen Schwarzbären, der vor ihr stand und sich tief verbeugte. Ein Hase kam eilig dazu und legte dem Mädchen ein goldenes Kissen hin. Ein Fuchs kam und schenkte Kaffee ein.
Das Mädchen setzte sich. Da kamen fünf Rotkehlchen geflogen, jedes mit einem Körnchen Zucker im Schnabel, die ließen sie in des Mädchens Tasse fallen. Ein Igelmütterchen brachte Sahne und einen Nusskuchen, den sie kaum tragen konnte. Das Mädchen aß und trank und mit ihr Hase, Fuchs und Igelin. Der große schwarze Bär fegte den Schnee um sie herum, ohne eine Pause. Wusch, wusch, wusch.
Als das Mädchen satt war, rollte es sich in den Armen des Schwarzbären zusammen und schlief bis zum nächsten Morgen. Es küsste und herzte die Vier zum Abschied. Der Schwarzbär flüsterte dem Mädchen ins Ohr, der Hase strich ihm die Haare glatt, der Fuchs klopfte den Schnee aus dem Korb und das Igelmütterchen legte ein großes Stück Nusskuchen hinein.
Tausend Dank, bis zum nächsten Jahr, sagte das Mädchen, warf einen Schneeball in die Luft und war verschwunden.

Flattr this!

1Comment

Filed under: Geschichte Getaggt

 
  • Willkommen!

    DSC_7835

    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!