Aug 10

She did this to me

the big challenge

Miss Paulson ist Schuld! Meine neue ständige Begleitung ist eine große Tüte Wolle, ich muss häkeln lernen. Nach den Luftmaschen sollen es gleich mal Büschelmaschen sein. Eigentlich ist es gar nicht so schwer … aber ich bin mir noch nicht sicher, ob das in 80 kleinen Desastern endet, oder doch in dem süßen Sunshine Day Baby Afghan.
Das lustige ist: Mama kommt nicht mehr drum rum, Englisch zu lernen, weil sie mein Pattern entziffern muss.

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Aug 06

Done! Done! Done!

We proudly present!!! Battis iPad, innig gewünscht und sehr verspätetes Geburtstagsgeschenk – steckt jetzt auch endlich in der passenden, sehr sehr sehr verspäteten Hülle.
Der Hausherr durfte (wollte) bei der Stoffwahl mitreden, deswegen haben es meine dafür ausgesuchten Retrostoffe nicht an die Hülle geschafft. Aber das Ergebnis gefällt mir so ziemlich gut, Leinen und Jerseyartiges ist halt immer etwas biestig und wird am Ende schief. Der orange Stoff hat schon einige Jahre als Jacke in unserem Haushalt gelebt. Der Reißverschluss war kaputt und die Jacke lag schon ewig in der Klamottenkiste mit Zeug, das zum Zerschnipseln verdamt sind. Die Fronttasche konnte ich einfach von der Jacke übernehmen. (Ich drücke mich doch so gern vorm Reißverschlusseinnähen.) Jetzt hoffe ich nur, das ist keine Eintagsliebe.

iPad skin
iPad Hülle
Rückseite

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Aug 05

Na Puppe!

kleiner knabe mose

Mini Blondie hat zwei Babypuppen, beide keine außergewöhnlichen Puppen, außer dass eine von ihnen Kleiner Knabe Mose heißt. Sie spielt bestimmt schon ein Jahr mit ihnen, trägt sie mütterlich umher, säuselt sie in den Schlaf, füttert sie – und natürlich werden sie immer sofort ausgezogen. Nicht mal von Muckla gestrickte Puppenkleider durften lange anbleiben. Also habe ich Puppenschlafsäcke genäht. Die zieht Mini Blondie zwar auch gerne an und aus, aber die Puppen dürfen erstaunlich lange drinstecken. Das find ich gut, der Halb-Plastik-Look ist nämlich nicht so schick.
Sie selbst ist zwischendrin den Schlafsäcken entwachsen … snif snif. Ich habe sie so gern zum Schlafen darin eingepackt. Aber vielleicht spielen ja noch mehr Puppenmuttis gern Puppe ins Bett bringen. Ein paar Schlafsäcke wandern jedenfalls in den Kaffiknopf Shop.

doll sleeping bag
teddy likes it to
doll sleeping bag
the lining
very doll“>

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Aug 03

Wird der Mond heller oder der Himmel immer dunkler?

Wenn es still wird, hinter … der Tür, der Fassade, dem Augen-Blick, spüren wir Warten – und davon viel.
Warten auf Blüten, warten auf die Reife, warten auf Regen, auf mehr Sonne, warten auf den Abend, dass endlich der Morgen graut. Warten auf pralle Früchte in der Ernte, warten auf den Brief, der nie kommt, warten dass das Wasser kocht, warten auf die Ferien, auf Heilig Abend, auf den ersten Schnee. Warten auf die Wahrheit, auf das Übermorgenglück.
Die Kunst bleibt, den Moment nicht zu verpassen, voll dabei sein und nicht im Nächsten stecken. Hinter der Linse vorkommen, vielleicht die Finger dabei verbrennen, aber die ernste Miene ist endlich weg.

harvest
tanke
kleines wunder
tüffeln

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Aug 03

Für die Wartezeit!

blue song

Für die Getreuen, die hier auf Neuigkeiten geduldig gewartet haben, gibt es einen Cupcake der Sorte “little planet” zum Frühstück, bittesehr! Und danke fürs Kommen. You are delighting.

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Jul 21

Enttarnt, geschnappt und umgesiedelt

maulwurf

Im Frühjahr konnte er sein Glück kaum fassen, Tomaten, hier in seinem Revier. Seitdem grub und buddelte und ackerte er jeden Tag, bis ihm die Schaufeln schmerzten. Er hatte sich solche Mühe gegeben, komplizierte Gänge mit Abrollmechanismen vorbereitet, extra tiefe, kühle Lagerkuhlen angelegt und alles für diesen großen Tag vorbereitet. Bevor er einschlief, lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Tomaten! Er hatte das erste Rot blinzeln sehen. Jetzt ging es los. Saftiger Lohn für all die Arbeit. Aber dann ging alles schief. War es die Gier, oder hielt er es in der hitzigen Erde nicht mehr aus? Wie von Sinnen lief er, über der Erde, im Schatten des Hauses hin und her. Das war das Aus! Erwischt, geschnappt und weit aufs Feld verlagert. Der gute Maulwurf muss wohl auf Rübenacker umsatteln … die Tomaten essen wir. Seine Wutwolke sehe ich noch bis zum Abend rauchen.

mr. mole

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Jul 20

Mamas Tisch

DSC_8455

Mamas Esstisch ist fast drei Meter lang. Acht oder zehn Leute können da gut dran essen. Aber wenn ich da bin, brauche ich nur einen Vormittag, um den gesamten Tisch zu belagern. Ans Fensterende kommt das Mac Book, dann Bücher und Schreibkram, in die Mitte Nähzeug und der Kaffikram nach vorn. Mama hat am liebsten nur einen Tischläufer und einen Strauß Blumen auf diesem Tisch – aber ich kann nicht anders, als mich hier auszubreiten. Ich mache den Tisch ungern frei fürs Essen und wenn Post oder Papierkram auf dem Tisch landen, räume ich sie automatisch wieder runter. Hier sitze ich so viel es geht, während die anderen ihre Lieblingsecken auf Sofa, Sessel oder Teppich haben. Unter Mamas Protest krame ich das schöne, alte Porzellan raus und überrede Mama zum Kaffeetrinken.
Vor dem Fenster teilt sich das Dorf in vier Straßen auf. Zum See und den wilden Pflaumen und Birnen, zur Kirche, zum Bauernhof und zu dem blauen Norwegerhäuschen, in das ich zu gern mal zum Kaffee eingeladen werden würde. Je nach Gemütslage lässt es sich auf den Wegen spazieren … aber es kostet Überwindung, von meinem Tisch aufzustehen und rauszugehen.
Ich bin sicher, wenn ich wieder weg bin, atmet Mama erstmal durch, bringt die Sammeltassen in Sicherheit und genießt den aufgeräumten, leeren Tisch.
(Aber mir ist auch schon zu Ohren gekommen, dass jemand anderes ihn ähnlich gene zukramt.)

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Jul 19

Meer

eingebuddelt

Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer
Nur Meer

Erich Fried

Schwärmer

Eins meiner Lieblingsgedichte von Erich Fried.
Für einen Tag sind wir ausgebüchst – und haben so getan, als hätten wir eine Woche lang Strandarrest. Oh Lieblingsbrise, Kutterflanken, Muschelkalk, Fischköppe, Nordic Yards, dänisches Eis und immer wieder das Wort denken: Dünen.
Batti schwärmt gerade mit Schätzings “Schwarm” aus, während ich lieber nur die Danksagung lese. Einfach schön. Mini Blondie total beeindruckt vom endlosen Blau, Sand und Nass, Rauschen und Burgen kleckern, sagt ab und an: Aber ich kenn das noch nicht, das Meer.
Das soll sich ändern, Kleines, versprochen!

meerkuss

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Jul 17

blue eyes, blue candy

blue gold

Blaubeeralarm! Wie schnell könnt ihr ein Kilo Blaubeeren aufessen?
Diese Woche haben wir den Hofladen im Nachbarort erkundet und konnten uns gar nicht wieder losreißen. Die Hitze war am Morgen noch gnädig hinter Wolken versteckt, perfektes Pflückwetter. Blaubeeren pflücken macht fast genauso glücklich wie Erdbeeren ernten und Mini Blondie hat zielsicher die richtig blauen Beeren geerntet – in Mund und Körbchen.
1600 Hühner haben wir auch noch bestaunt, Esel und Ziegen gegrüßt, frisches Gemüse im Hofladen gekauft und uns dann zu Hause ans Blaubeeren essen gemacht. Zu zweit haben wir das ratzfatz geschafft. (Batti rümpft bei diesen Kulturheidelbeeren die Nase und will lieber welche aus dem Wald.) Wir haben das Buch Im Blaubeerwald genau gelesen und uns dann auch ans Kuchen backen gemacht. Es musste gleich nochmal Alicia Paulsons Deep Dark Chocolate Rezept sein – im Überschwang haben wir das Wolkenfrosting ein bisschen blau gefärbt, kann man das sehen?
Wieviele Kilo braucht man wohl, um genügend Marmelade für einen langen Waffelwinter zu kochen?

the yummy stuff
the book says
decorating
dalarna cake

Ok, nur noch ein Bild mehr. Aber ich kann es nicht verschweigen, dieser Kuchen hat eingeschlagen – auch wenn er mit dem Dalarna obendrauf ein bisschen wie Patchwork aussieht. Ich muss dringend eine zweite Springform kaufen, denn diesen Kuchen gibts ab jetzt immer.

it´s still something left for you

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Jul 16

:: this moment

Dieses Mal ein gar köstliches Freitagsritual

surprise

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