Wir haben der Sonne einen Eiskuchen gebacken, mit besten Grüßen an den Februar, der so viel Gelb und Rosa an den Himmel wirft und daraus Schneeblumen zaubert.
Category: Auf Reisen
stop that monkey business
Ich mag Menschen. Wirklich wahr. Ich bin selbst einer.
Aber was ist los mit den Leuten?!? MONKEY BUSINESS everywhere!
Wenn wir spazieren gehen bin ich neugierig, wer mir über den Weg läuft. Was ist das da für ein Mensch? Woher kommen die Lachfalten, die Furchen auf der Stirn, die Sommersprossen?
Vielleicht, gerade wenn wir in Berlin unterwegs sind, begegne ich ihm nur ein einziges Mal in meinem ganzen Leben. Vielleicht hat er eine Nachricht für mich. Vielleicht braucht er einen mutigen Händedruck.
Aber! Die Leute sehen fast alle weg. Mit zusammengekniffenen Lippen geradeaus. Neun von zehn! Selbst in unserem kleinen Dorf. Und setzen dabei so eine genervte Miene auf, als könnten sie es gerade so ertragen, dass da jetzt noch mehr Menschen auf der Straße sind. Das ist mehr als traurig. Das können sogar Tiere besser, die nehmen sich wahr und kommunizieren, wenn sie sich treffen.
Von den Leuten kommt allenfalls Hupen, Vogel zeigen, für bescheuert erklären, lautes Raunen, wenn der Kinderwagen im Weg ist - na und, da sitzt ein Wunder drin! Augen auf, hast du so eins schon gesehen?
Ich möchte gern an einem Ort wohnen, wo Menschen sich ansehen, wenn sie sich auf der Straße begegnen. Wo Lächeln getauscht wird – deins ist so schön. Wenn es noch früh am Morgen ist, bekomme ich eine Antwort auf meinen Gruß. Einfach so Freundlichkeit verteilen. Seifenblasen für alle. Interesse am Anderen. Er ist doch genauso liebenswert wie ich. Mindestens.
Manno! Ich muss wohl doch nach Norwegen ziehen. Oder ist es bei euch irgendwo besser?
Oder ich werde Dickhäuter? Lieber nicht. Die Elefanten haben wir in Waren hinterm Parkplatz getoffen. Sie sind Wanderer und begleiten einen Zirkus. Mini Blondie war vollkommen aus dem Häuschen, ihr erster Zirkusbesuch … und wir haben viel nachgedacht über das Zirkusleben heutzutage. Mit knapp zehn Leuten wird alles gestemmt, von der Show bis zum Zuckerwattekochen in der Pause. Staubiges Knochenleben und trotzdem – warum glitzert das so?
PS: Immer wenn ich etwas hier ankündige, wird es erst Tage später was. Sorry! Heute wirklich endlich die letzten SWAP News.
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Das Schönste am Meer …
… ist das Wetter. Wenn die Wolken es mit Tiefblau zu tun bekommen und der Wind seine Stimme ausreizt. Wenn alles durcheinander wirbelt, Regen, Sand, Möwen und Licht. Lebenslang treu kommen die Wellen ans Ufer.
Wir waren auf Usedom. Mit unserem alten Prenzlberger Hauskreis haben wir ein Wochenende lang in der Pfarrscheune gewohnt. Aufs Achterwasser geguckt. Den Tag früh begonnen. (Eine lichtdurchflutete Küche mit Sofa ist nichts für Langschläfer.) Waffeln gebacken. Die Früchte unserer Arbeit auf einen Erntedanktisch gelegt. Hagebutten gejagt. Gelacht, gelacht.
Ich kenne Usedom nicht gut. Wir waren an zwei verschiedenen Orten am Meer, in Ahlbeck und den anderen habe ich vergessen. Schön finde ich wie man durchs Städtchen kommt, an Cafés vorbei und schon steht man am Strand. Da ist es jetzt im Oktober herrlich leer.
Morgen zeige ich mehr von der Pfarrscheune.
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Tausend Jahre
Gar nicht weit weg von meinen Eltern wohnen die Ivenacker Eichen, auch die Tausendjährigen genannt. Im September haben wir sie besucht. Endlich! Ich wollte schon seit Jahren dorthin fahren. Mit im Herzen hatte ich die blaugelbe Sehnsucht nach Wanås.
Aber Ivenack war ganz anders. Sieben um die tausend Jahre alte Eichen – großzügig eingegrenzt, damit keiner direkt an die Bäume kommt. Viele “junge” Eichen in einem großen Park, Damwild lugt um die Ecke. Alles auch schön (nur nicht Wanås). Mini Blondie haben die vielen meterlangen Baumstämme gefallen, auf denen sie entlang balancieren konnte. Und die Turopolje-Ferkel, sieben oder neun Stück, wir konnten sie nicht genau zählen. Seit Anfang des Monats leben die samt Mutter im Hudewald und ernähren sich nur von Eicheln und was sie sonst auf dem Waldboden finden.
Fritz Reuter, der niederdeutsche Dichter, war oft in Ivenack. Schon um 1850 hießen sie die Tausendjährigen Eichen.
Ich habe noch nie daran gedacht, wie alt die Bäume am täglichen Wegrand schon sein müssen. Hundertjährige Eichen sind gar nicht sooo dick und haben trotzdem so viel Weltgeschichte durch ihre Astlöcher gesehen. Generationen von Spechten, Eichelhähern, Kohlmeisen wurden beherbergt. Spaziergänger im Schnee, Spaziergänger im Abendrot, Streitende, Lachende, Liebende, Tanzende kamen an den Baumstämmen vorbei. Ritzten Namen ein und die Bäume haben noch jede Liebe überdauert.
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Meer
(Foto von Onkel Basti Tante Juju, & das Fensterbild auch)
Hach!
Wenn ich weiß, die anderen Sieben sind auch auf dem Weg ins Ferienhaus am Meer, dann geht die Fahrt schnell wie Biene. Zum Mittag sind alle da. Zum Kaffee ist das Haus eingeräumt. Wir sind am Meer, auf dem Darß, im selben Dörfchen, wo wir vor drei Jahren mit Mini Blondie den ersten Großfamilienurlaub gemacht haben. Batti kann nicht mitkommen, aber er kriegt Flaschenpost.
So ein Ferienhaus hat für mich etwas Magisches. Wir wohnen im Kapitänshaus. Die niedrigen Holztüren, die kleinen Zimmer, die Balken, die Porzellanlampen, die Fensterläden erzählen alte Geschichten. Jeder sucht sich eine Lieblingsecke. Und nirgends mahnen unerledigte Sachen, wie zu Hause. Urlaub! Nur vier Tage, nur mit den Füßen im Meer, aber ganz tief Luft geholt. Gelbe Wolke erzählt in die Wellen und kostet den Strandsand. Ist da Vanille drin? Mini Blondie weiß gar nicht, wo sie anfangen soll mit Buddeln und Schaufeln. Zuckerburg! Sandsalbe! Hach Meer!
Im Töpfercafé gibt es immer noch die selben vier Sorten Blechkuchen wie vor drei Jahren. Opa Erwin isst wieder den Sägespänekuchen. Mini Blondie ist mit dem guten Vanilleeis zufrieden. Manche Dinge sollen immer gleich bleiben. Die Tonschale, die ich letztes Mal gekauft habe, ist noch heil. Diesmal nehme ich einen Porzellanbecher (für Batti) mit. Der grüne Stein ist ein Geheimnis.
Vier Tage, zehn Lieblinge, fünfunddreißig Brötchen, zwei Kinderwagen, zwei Gitarren, fünf Kameras, alles voller Kekse, null gestrickte Maschen, aber gelesen und gelacht.
Lieblingsmoment: alle fachsimpeln am Frühstücktisch, in welcher Form das Mucklababy ein Stück Gurke bekommen darf. Zack, da schnappt es sich den Schokokeks und leckt ihn schnell ab. Good Girl.
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Hoch solln sie leben
Noch eine Hochzeit, unsere letzte dieses Jahr. (Schade. Oder gibt es noch eine Überraschung?) Die Weltenbummler haben JA gesagt. Hier haben wir gefeiert, und den Sommer drinnen und draußen erwischt. Mini Blondie ist im Lavendel herumgestrolcht wie eine Biene provencale. Die Vorspeise haben wir vor der Orangerie gefunden. Und viel, viel Familie. So eine Hochzeitstorte wünsche ich mir zum Geburtstag!
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Schlossdamen
Juni, Elternzeit für Batti, heiter bis wolkig und Hochzeit auf einem Schloss in Mecklenburg. Schöner kanns nicht kommen. Mini Blondie hat sich in unserem Schlosszimmer ausgebreitet und gleich mal gewünscht, das hier soll doch bitte unser Dorf zum Wohnen sein. Frühstück im Turmzimmer, Blumen für den Saal, Wechselkleider für die Damen. Ein bisschen blieb die Zeit stehen. Immer wieder zauberhaft, eine Kirche voll Wartende auf die Braut. Mini Blondie dachte, ich heirate auch, ha, und der Chorleiter auch, die im schwarzen Anzug sind schließlich Bräutigamme.
Kinder, die den Hügel runterrutschen, das Hochzeitstorten-Erdbeerherz, winzige gefüllte Kürbisse, barfuss. Zwei Schätze schlafen am nächsten Morgen bis Neune. Ja!
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Wir haben Junibacken
Wir haben Junibacken, die sind rot, innen und außen – von so vielen Erdbeeren und Kirschen. Und vom Reisefieber.
Der Bodensee ist wirklich hübsch – aber irgendwie protzig. Die Berge rufen nach Elefanten. Mir fehlt das Meer. Die Abendsonne sticht ihr Schiff an die Wand.
Elternzeit, ich bin so dankbar, zu zweit ist Eskimo Flip.
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hello, hello, hello … handmade!
Da bin ich wieder. Viel, viel, viel zu aufgeregt gewesen, um zu den richtigen Zeitpunkten Bilder zu knipsen. Aber zwischendurch sind ein paar Eindrücke auf der Kamera gelandet, und sicher gibt es auf den vielen schönen Seiten der Ausstellerkollegen noch mehr Fotos.
Nach dem Markt ist vor dem Markt?! Irgendwie schon … es hat so viel Spaß gemacht, dass sich, kaum saßen wir im Auto auf der Heimfahrt (neben zwei schwerischen Tramperinnen), Ideen für das nächste Mal zu uns gesellten. Aber erstmal: Pause! An etwas anderes als gerade Nähte denken, mit Mini Blondie Bücher lesen und sehr kleine Männchen malen, spazieren gehen (morgen!), das Bad p u t z e n, auf den einen, großen, kribbeligen Tag dieser Woche warten. Hehe. Ob wieder Schnee kommt?
Das Schönste an allen Vorbereitungen waren meine lieben Guten, die mir so viel Zeit freigeschaufelt, mich vor den Freak Outs gerettet und tatsächlich vertraut haben, dass das eine gute Nummer wird, auch wenn ich zwischenzeitlich schwarz gesehen hab. DANKE! Ich habe tolle Freunde!!! Dafür muss hier auch mal Platz sein. And you´re really the smooth operator!
Für KAFFIKNOPF war das Neuland und wirklich ein groß-artiger Tag in Hamburg. Kurzfristig erst bei Frau Mima davon erfahren, bis zum Schluss, die halbe Nacht im Hotel und auf dem Markt die letzten Nähte gemacht, Knöpfe angenäht, ausgestopft … selbst Batti musste noch mithelfen und Dalarna Pferdchen zunähen! Da war nicht nur ich von den Socken.
Viele, viele freundliche Gesichter strömten durchs Kampnagel-Foyer. Ich habe in der Aufregung nur einen einzigen Kaffi hinunterbekommen! Ein kleines Mädchen hat sich in ein Käferschaf verliebt, das nicht ganz fertig war, dafür hat es über eine Stunde gewartet, ich bin immer noch ganz sprachlos. Hoffentlich werden die beiden mit den Jahren unzertrennliche Freunde und treue Verbündete. Dieses Käferschaf hat von mir keinen Namen mehr bekommen, wie es wohl heißen wird …? Es hatte’s auf jeden Fall faustdick hinter den Ohren, auch wenn es auf den ersten Blick ganz brav aussah.
Wenn ich mich mit der Zeitumstellung eingerichtet habe und die Kisten ausgeräumt sind, zeige ich noch meine kleinen mitgebrachten Schätze.
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Ein Tag zum Republik stürzen
18. Oktober – ist das nicht ein fantastisches Datum? Was fällt euch dazu ein? Gab es da nicht irgendwelche wichtigen Geschichten in der Geschichte, und sie fallen mir gerade nicht ein?
Möglicherweise habe ich gerade zu viele Stoffschnipsel, Knöpfe, rote Fäden und Kreuzstiche im Kopf, um mich an den Geschichtsunterricht zu erinnern. (Aber würde ich mal eine Republik stürzen müssen, würde ich mir dafür dieses Datum aussuchen. Es klingt so strahlend und siegesgewiss!)
Hier im studio (und abends auf dem Sofa – wie gut dass es zum Ansporn Hörbücher gibt.) wird gerade fieberhaft vorbereitet für ein anderes, auch sehr schönes Datum. Tadaaa.
Kaffiknopf fährt zum hello handmade Markt, den Batti zur Unterstützung, fröhliche Schlittschuhfahrerfische, Käferschafe, Saufeen und mehr im Gepäck – und wenn die Zeit noch reicht, ein paar frisch gebackene Kekse für Besucher an unserem Stand. Sehen wir uns da?!
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