Sind im Garten!

garten

Nein, hier bei Kaffiknopf wird nicht den halben Tag genäht! Wir gucken auch nicht die ganze Zeit Fussball. Und leider, leider sind wir auch nicht da, wo wir vor einem Jahr – zwischen White Mountains und Atlantik, zwischen Merrimack River und Harvard, zwischen Hannaford Corn Muffins und Joann´s Fabric – das Schlaraffenland gekostet haben … Das wäre zwar alles auch ganz wunderbar … wir sind aber einfach nur im Garten. Genauer gesagt: sehr viel auf der Hollywoodschaukel, die seit einer Woche auf unserer Terrasse lange vergessene Kindertage wieder wach schaukelt.
Im Garten ist es immer schön, und immer gibt es irgendwo einen Flecken Schatten. Die Erbsen haben ihre ersten Blüten, eine Reihe (die mit Spinat) ist jetzt abgeerntet und hat für Pattison Kürbis Platz gemacht und heute hat Mini Blondie die erste Gartenerdbeere gegessen. Solche kleinen und großen Alltagsgeschichten bringen kleine und große Feste mit sich. Nur das Aufräumen dazwischen will irgendwie nicht enden, wahrscheinlich, weil es sich nicht so gut von der Holly aus erledigen lässt.

birthday breakfastsushi!brot und butter

Vor ein paar Tagen haben wir Battis Geburtstag gefeiert. Mit WM-Start und großem Fest am nächsten Tag ging der Geburtstag ein klein wenig unter, aber Mini Blondie war trotzdem so aufgeregt, dass sie am Vorabend gar nicht einschlafen konnte und Batti gleich zur Begrüßung verraten musste, dass sie ihm einen Brief geschrieben hat. Dafür liegt mein Geschenk immer noch halb zugeschnitten im studio. Oh, diese süßen Tage, in denen ich wieder lange vor einem Anlass etwas fertig machen kann, werden sie je wieder kommen?
Wie schnell die Zeit auch rennt, es ist ein anderer Grundschlag hier draußen, zwischen Wiesen und Feldern. Tief und ruhig. Hier wechseln nicht Ampeln und Häuser die Farbe, hektisch, hier schrillt keine Straßenbahn. Hier folgen geduldige Staffelläufer auf einander: Butterblumen, der Raps, die Apfelblüte, jetzt Kornblumen und Klatschmohn, bald schütteln die Sonnenblumen ihre Köpfe. Mittags und abends läutet die Kirchglocke. Nachmittags wiehern die Pferde auf der Weide. Rund um die Uhr singt mein Mädchen und erzählt mit zwei Fingern Geschichten. Ich verpasse besser keine!

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This entry was filed under: Familie
 

2 Kommentare

  1. Am 18. Juni 2010 um 11:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    wunderschöne zeilen mal wieder. das lässt meine akute landsehnsucht, die mich momentan heimsucht, noch einmal mehr aufblühen… wie gut, dass bald abhilfe geschaffen wird! ;)

  2. sandkörnchen
    Am 19. Juni 2010 um 18:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schön, schön, schön…
    schade, dass das Wetter bei uns nicht mitspielt.
    Garten hatten wir bisher nur ganz selten dieses Jahr.
    LG

  • Willkommen!

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!