Von Anawak, Iglus, Schnee in der Luft und vom Land der Menschen

einzug ins igloschneekönig

Wer kennt Anawak, den Inuitjungen aus dem Land der Eisindianer … wahrscheinlich nur Mini Blondie. Seit Batti Schätzings Roman Der Schwarm gelesen hat, erzählt er ihr oft eine Einschlafgeschichte von Anawak und seinem Freund Robbi die Robbe. Die beiden fischen zusammen Lachs. Mini Blondie liebt die Geschichte und redet oft von Anawak, der Robbe und dem Eisbären, den es da auch noch gibt. Die drei werden hier oft gemalt, manchmal verwechselt sie Robbe und Raupe und malt Raupen, hehe.
Das Land des ewigen Eises scheint auf viele eine unstillbare Faszination auszuüben. Mir geht es auch so – ich weiß gar nicht, warum. Grönland – Land der Menschen nennen es die Inuit. Aus meinem Nikolausstiefel lese ich gerade Juli Zehs Kinderbuch Das Land der Menschen – wunderschön. Es erzählt auch von einem Eisbären, von dem Jungen, der im Schnee schlafen könnte, so wenig friert er drin, und von dem Mädchen, deren Name Schnee in der Luft bedeutet.
Ich muss da mal hin, ins ewige Eis … und nach Sibirien … und einmal über die zugefrorene Wolga reiten.
Vielleicht, weil im Schnee so viel Leidenschaft steckt? Selbstlose Verschwendung um des Frieden willens.
Letzte Woche haben Batti und Mini Blondie ein kleines Iglu in den Garten gebaut. Sie wäre da am liebsten eingezogen. Ich hoffe auf noch viele Winter mit Schneehalbmetern und krame selbst in meinen Kindheitserinnerungen. Wir haben um die Wette die Gesichter in Schneehaufen gesteckt, sechs, sieben Schlitten aneinander gebunden und Papa hat uns mit dem Auto durch den Wald gezogen …
Mein erstes Iglu, ein richtig großes aus Schneequadern, hat Nachbarsdraufgänger Danny für uns kleinere Kinder gebaut. Wir haben darin Brausepulver gegessen und waren schwer verliebt in Danny. Wir wohnten in einer kleinen Hinterstraße. Die ersten drei Häuser hatten Kopfsteinpflaster, danach kam Sandweg. Einen Kindergarten brauchten wir da wirklich nicht, alle Kinder der Straße haben zusammen gespielt. Und alle sind zu Mama zum Saft trinken in den Garten gekommen. So wünsche ich mir das auch mal für Mini Blondie. Die Zeiten ändern sich … und ändern sich manchmal auch wieder zurück.

schaufel mit mir schnee
iglo bauen
komm her mit deiner nase

Ein anderes Buch aus unserer Winterbuchkiste ist The Snowy Day von Ezra Jack Keats. Auch schon ein altes Buch und immer noch wunderbar.
Übers Wochenende ist unser Schnee geschmolzen, es sieht beinahe nach Frühling aus. Der Schneemann ist abgehauen und hat seine Möhre nicht mitgenommen. Vom Iglu steht noch ein Zuckerhut. Aber Neuschnee soll kommen, keine Sorge, dann bauen wir an. Ich will auch ein Igluzimmer haben, wenn ich dieses Jahr schon keine Schnee-Engel machen kann.

the snowy dayspuren machen

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3 Kommentare

  1. Am 13. Dezember 2010 um 15:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Oh nein, da hat der Schneemann aber nicht sehr lange überlebt …
    Ach ja, Drops und Brötchen zählten auch noch zum bevorzugten Igluproviant damals. Und die kleinen weiß-blauen Vanillezuckertütchen für 5 Pfennig haben wir auch immer gerne gekauft :)

  2. Am 15. Dezember 2010 um 20:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    zum Schneemannbauen hat unser Schnee leider nicht getaugt. Wie gerne hätte ich mit dem Kaiser einen gemacht… Müssen auf die nächsten Ladungen hoffen!

  3. Am 16. Dezember 2010 um 13:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich finde vor allem die Krone, die der Schneemann auf dem Kopf trägt, ganz toll! Es muss sich wohl um den Schneekönig handeln, der bei euch im Garten sein Winterquartier aufgeschlagen hat…

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!