Unterwegs mit neuer Nummer

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Jetzt ist es passiert. Eine neue Nummer. (Und ich kann sie nicht auswendig.) 1999 in Oslo sind mir Menschen mit der Hand am Ohr zum ersten Mal richtig aufgefallen und ich dachte, was für ein Quatsch. Auf der Straße laufen und telefonieren. Wie anstrengend. Irgendwann waren mir die Finnen – erst Gummistiefel, dann Handys – sympathisch. Da waren wir in Berlin gelandet und haben uns im Stadtlabyrinth manchmal nicht wiedergefunden. Und nun, nach zwölf Jahren wechsele ich auf Prepaid um. Eine neue Nummer also. Eigentlich schreibe ich damit nur SMS. Oder Mini Blondie schickt einen Buchstabensalat an Oma. Da würde so ein Texter, wie Rory ihn am Anfang der Gilmore Girls hat, viel besser zu mir passen. Weil ich gerne Post bekomme. Aber ich finde es schön, dass ich für meine Liebsten immer erreichbar sein kann. Eine kleine Nachricht zur Guten Nacht. Ein Lichtgruß. Eine Kaffierinnerung. Da neigt sich jemand zu mir; durch ein paar Buchstaben. Ich freu mich wie ein Schneekönig, wenn das gelbe Briefchen auf meinem Mobiltelefon blinkt. Gelbe Wolke sagt Mama, Doon! wenn eine Nachricht hereinpiept. Batti schüttelt den Kopf, wieso ich SMS schreibe. Ein Anruf wäre schneller … jaa, aber nicht so schön.
Halb erfrischend und halb zum Verzweifeln ist es in Mecklenburg … da habe ich nie Empfang. Sendepause. Aber wir haben da einen Briefkasten. Und das finde ich immer wieder erstaunlich, dass bei uns sechs Tage die Woche die Post ausgetragen wird. Ein Hurra für alle Briefträger und ein Hurra für meine andere neue Nummer, die zweiunddreißig, die irgendwie standfester klingt als eine 31. 32 Sieht mir nach mehr Gleichgewicht aus. Und das wünsche ich mir für meinen neuen Winter.
Später gibt es, ich verspreche es mit Indianerehrenwort, ein Geburtstagsgiveaway. Das wird allerhöchste Zeit!

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2 Kommentare

  1. Am 6. November 2012 um 23:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    War das nicht ein schöner Ausflug zum Dubenhus, neckisches Häuschen und die Sanddorntorte, so was von lecker. Aber die Freude mit Mini Blondie und Gelber Wolke ist durch nichts zu toppen. Danke für die glückliche Zeit mit euch und eurer tollen Mama…… Ja ja, wir trafen uns schon mal, ich glaub vor 32 Jahren. Und das war mehr als aufregend, Glück pures Glück, dieses kleine Wunder in meinem Arm….“Menschenjunges hier ist dein Planet, hier ist dein Bestimmungsort kleines Paket. Freundliches Bündel willkommen herein, möge das Leben hier gut zu dir sein……“ das ließ ich R. May immer und immer wieder singen und war unendlich dankbar für dich meine Große. Sei gesegnet an jedem neuen Tag! Deine Ma

  2. Am 7. November 2012 um 13:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was für ein schönes Omafoto! Habt ihr denn noch Platz an der Wand? ;)

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!