Das Glück liegt unten im Marmeladenglas

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Das Schönste am Marmelade machen ist das Geräusch. Wenn ich die kochend heiße Marmelade ins Glas schöpfe und es schmatzt und schlurzt so. Und wie die Gelierprobe auf dem Teller glänzt …
Wir hatten ein paar Kilo Blaubeeren gepflückt. Die meisten wurden genascht, ein paar eingefroren für die guten Frühstücksmuffins, und ein paar Beeren haben es in den Marmeladentopf geschafft. Das letzte Glas, das immer zu groß ist und nicht voll wird, haben wir gleich aufgegessen. Unten drin lag das Glück. Den Rest heben wir auf für Waffeln – mit Schmand und Blaubeermarmelade.
Ich hätte gern die ganze Kammer voll mit Marmeladenglasstapel, so wie wir das früher im Keller hatten. Aber der Einkochgroove hat mich die fünf (!) Jahre hier auf dem Landel im Stich gelassen. Das ist vielleicht so eine Arbeit, die kann ich nur wenn ich mal eine Stange Stunden ungestört in der Küche putteln kann. Aber das riecht meine Gelbe Wolke sofort und dann wird es stressig. Nächstes Jahr … Soviel Marmelade kann man ja auch gar nicht essen wie ich gerne kochen würde.
Andererseits hab ich in einem Anflug von zu viel Tatendrang letzten Sommer zehn Pakete Gelierzucker gekauft …
Vielleicht kann ich … Es kommen ja noch die Pflaumen!

Gestern auf dem Klausner Platz haben wir Schöne gekauft. Ich hatte Sehnsucht nach Wochenmärkten und bin erst jetzt auf die Idee gekommen, dass es nach Charlottenburg nicht zu weit ist. Unter freiem Himmel kauft es sich einfach schön ein. Jetzt bummeln wir nach und nach alle Märkte ab. Auf dem Karl-August-Platz habe ich sogar Saubohnen entdeckt. Saubohnen!! Die habe ich 1997 bei Hubertus zum ersten Mal gegessen – und seitdem habe ich Appetit darauf. Ein paar Versuche aus dem Glas waren kläglich, die sollten eher Sauerbohnen genannt werden. Jetzt kann ich selber loslegen; und bei Micha von Salzkorn hab ich gleich eine ganze Liste toller Rezepte dafür entdeckt. Das Abpulen ist wiederum eine Küchenarbeit, die ich wunderbar mit herumwuselnden, Sachensuchenden, nimmersatten Mäusen machen kann.

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2 Kommentare

  1. Am 5. September 2014 um 13:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Heidelbeeren… lecker, lecker…. wir müssen auch unbedingt noch pflücken gehen… meist sind es bei uns dann so 6-8 kg die fast für das ganze reichen… yummi….
    Liebe Grüße Ute

  2. Muckla
    Am 8. September 2014 um 21:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ha! Ich weiß ja wer die Gläser so niedlich beschriftet hat :)