Berlin Vibe unter die Haut holen

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Wir warten auf das Baby und machen noch ein bisschen die Stadt unsicher. Berlins Vibe auf der Spur … am Montag auf der Schlosstraße; ach die Passanten mit ihrem Montagsgesicht. Einer schläft, tief in seinen Starbuckssessel gekippt. Ich hätte gern, dass alle weiße Farbe unter den Schuhsolen haben. Das Muster, das am Montag gelaufen wird, möchte ich sehen.

Am Mittwoch im Friedrichshain. Da war ich sehr lange nicht mehr. Gelbe Wolke ist mein Kompagnon. Wir holen zwei Schulstühle ab, gucken nach ob der Kaffee Latte noch so gut schmeckt wie eh und je und welche Cupcakes es gerade gibt. Meersalz Karamell Frosting, mhmm. Neben der Polsterei zieht uns der Berliner Büchertisch zur Tür hinein. Eine Schatzgrube voller neuer und gebrauchter Bücher. Ich hatte eigentlich gerade beschlossen, dass wir wirklich genug Kinderbücher haben, aber an einigen kann ich einfach nicht vorbei gehen. Der Laden hat ein tolles Konzept, um alle Kinder mit Lesefutter zu versorgen. Jedes Kind darf sich ein Buch bis 3,50 Euro als Geschenk aussuchen. Es gibt noch zwei Läden mehr in Kreuzberg und einen Onlineshop. Der Berliner Büchertisch freut sich über Bücherspenden und hat noch eine ganze Reihe schöner Projekte.

Der Februar, der Februar hat sich wohl die Siebenmeilenstiefel vom Dezember ausgeborgt. Schnell sind die Tage verhuscht. Mir gefällt das Licht am Morgen, vor dem Schulhof. Und das halb sechs am Abend, wenn ich den Tisch decke.
Meine kleine Schwester ist am Um(die Ecke)ziehen und Mamawerden – und ich kann nichts helfen, den Rücken nicht und keinen Finger krumm machen, das will mir gar nicht schmecken.
Zum Trost schmecken Luisas BOSTON BROWNIES umso mehr. Ich habe statt frischer Cranberries gefrorene Himbeeren genommen. Mini Blondie hat fast alles für das Rezept gemacht und am Ende keinen Krümel probiert. Wie ihr Name eben schon sagt. Ich muss ihr bald mal wieder einen Pound Cake machen. Die Brownies waren köstlich, vor allem mit viel Schlagsahne. Ich hätte sie noch fünf Minuten eher aus dem Ofen nehmen können. Backpremiere hatte dabei eine der Emaileformen von Falcon, die ich im Advent unfassbarer Weise bei einem Giveaway von Holly gewonnen habe. Weil sie so schön und makellos aussehen, hab ich sie eine ganze Weile in der Schachtel bewundert. Aber jetzt sind sie im Küchenschrank verstaut, eisatz- und abplatzbereit.

Ich muss grinsen wenn ich daran denke, dass Ela bei mir nie die Zuckerdose findet und andersrum – ich bei ihr auch jedes Mal den Zucker für Kaffee suche.
Ich habe endlich den Unterschied zwischen Acryl- und Aquarellfarbe verstanden. (True Story!)
Die Kinder sind nicht zu spät im Bett und müde, aber sie quasseln noch miteinander und ich kann nicht anders als zu lauschen. Sie verabreden sich für den Morgen, einer soll den anderen wecken und dann wollen sie Schallplatte anmachen.
In meinem Kopf rauschen die Gedanken durcheinander. Das war kurz. Und eigentlich lange. Twix esse ich sonst nie und jetzt könnte ich die täglich futtern. Und Thaifood.
Und Walter Mitty. Batti hat einen Film entdeckt, den besten den ich seit langem geschaut habe. Ich könnte ihn gleich noch mal gucken. „He shaved my head!“

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