Suppe, satt, Es war einmal

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Suppe, satt, Es war einmal-Suppe ;)

Mindestens 300g grüne Linsen (seperat kochen)
1 große Zwiebel
3 Zehen Knoblauch
8 getrocknete Aprikosen
8 saure Gurken
2 daumendicke Scheiben Rinderschinken
4 Bio-Geflügelwürstchen
1 rote Paprika
4 große Möhren
1 Dose Mais
Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe
Schuss Gurkenwasser
Salz, Pfeffer, Ahornsirup
der Clou: ein Rest Honig-Senf-Balsamico-Salatdressing
und immer frische Petersilie

Alles schön in Olivenöl und Butter anschwitzen, mit Brühe, Dressing und Wasser angießen, garen. Am Ende die sauren Gurken, Würstchenstücke bauerngroß geschnitten & den Mais dazu geben. Die gegarten Linsen samt Kochwasser mit der Suppe vermengen und mit Gurkenwasser abschmecken. Auf die Fresse würzen.
Es geht sicher genauso gut ohne das Dressing. (Aber nicht ohne Würstchen, Uli!)
Bei dieser Suppe schneiden wir alles schön groß, damit sich jeder rauspulen kann, was er nicht so mag. (Und ganz ehrlich, wir waren nicht böse, dass die Kinder am nächsten Tag lieber Kartoffeln wollten, und wir den Rest für uns allein hatten.)

Eins unserer Lieblingsbücher ist „Suppe, satt, Es war einmal“ von Kristina Andres. Genau so habe ich mir die Suppe immer vorgestellt. Die kriegt auch paar hungrige Wölfe satt.
Ich könnt sie gleich nochmal kochen. Vorzugsweise wieder, wenn zwei außer Haus sind, eins auf dem Sofa lümmelt und eins Tiefschneemittagsschlaf hält. You can’t rush a good soup.

Der Jänner bringt also den Schnee. Wenn es geht, bleib ich sitzen und schau ihm zu wie er stöbert und ausflockt. Das geht am besten im Sessel.
Papa spielt oben mit Gummibär und ihrem Cousin. Sie knacken Haselnüsse mit dem erzgebirgschen Nussknackermann. Die großen Schwestern bauen Playmobil-Eskimowelten auf. (Und sehnen sich nach Sommer.) Ich sammel den Weihnachtsschmuck aus allen Zimmern zusammen und verpacke ihn wieder. Der Baum ist leer und sieht müde aus. Und duftet. Aus der Spitze wünscht sich Gelbe Wolke einen Quirl.
Ich würd so gern das Zwergkaninchen mal draußen in den Schnee setzen, nur ganz kurz gucken, ob es anfängt im Schnee zu graben oder Haken zu schlagen.
Die ersten Infekte des Jahres können wir schon mal abhaken. Jetzt aber bitte nicht weiter wie letztes Jahr. Ich habe eine 100 Tage Liste begonnen und mir das Goal Setting Worksheet von Hanna Lisa Haferkamp vorgenommen. Hoch leben die Listen!
Ein paar Dinge möchte ich dieses Jahr wirklich umsetzen, drauf zusteuern … es wird Zeit für mehr Struktur. Nach dem Sommer wird Gelbe Wolke auch ein Schulkind sein. Wir haben wunderschöne Pläne für 2017 geschmiedet. Es fühlt sich an wie ein ganz besonderes Jahr – und wir wissen noch lange nicht alles, was kommt.

Wie’s wohl unserm Schneckenhaus geht?
Heute waren wir mit den Schlitten im knirschigen Puder. Den Kindern ist selbst die kleinste Bodenwelle recht zum runterjuchzen. Natürlich kommen wir erst im Abendrosa raus – good enough. Klar wird die Küche erst danach gemacht und weil wir Hunger drauf haben, gibts zum Abendbrot Waffeln – good enough. Ich mach den Abwasch, sie macht den Waffelteig. Schneller krieg ich den auch nicht hin.
Ich möchte das alte Jahr so gern noch mal ausbreiten, durchkämmen, Rückblick im Tagebuch schreiben. Neue Rituale, andere Spitznamen haben sich eingebürgert. Und eine neue, schusssichere Weste gegen den Perfektionismus: You are good enough Mama.
Lasst das mal richtig einsickern.
D u bist gut genug.

Wenn ich jetzt abends mit mir selber lamentieren will, was ich alles nicht und was ich alles noch und der Abwasch steht waghalsig gestapelt – dann steht unter dem Tag: ABER gut genug. Ich war gut genug. Yeah. Zufrieden sein ist so gut.

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Ein Kommentar

  1. Uli
    Am 20. Januar 2017 um 19:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bauerngroße Wurtstücke kommen bestimmt nicht in meine Suppe!

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!