Herbstklopfen

Remember, remember the 5th of November

14. November 2019

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Hurra, Geburtstag. Ich mag es immer noch; alles Drum und Dran, was diesen Tag ausmacht. Die Kerzen, die Schleifen, die Bilder, die Hände, die mich augenzu ins Zimmer führen. Die Kirschen auf der Creme. Und die Zeit bleibt stehen. Wir weiten uns aus, bis an die Grenzen von Gestern, von diesen Landen – und eine blaue Hand breit darüber hinaus. Weil der Regen sich gütig verzieht, ratschen wir doch noch übers Eis; der Mond blinzelt uns zu. Auf den Kufen sind wir alle fünf Anfänger, irgendwie.

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Anfängerin bin ich auch immer noch, nach all den 39 Jahren. Es erschreckt mich nicht mehr. Anfängerin im Leben, im Lachen, im Fliegen, im Sprechen. Im Finden, im Glauben, im Lieben, im Sterben. An meinem Geburtstag habe ich das Manuskript ausgedruckt, an dem ich dieses Jahr ziemlich fieberhaft gearbeitet habe. Nein, es ist noch nicht fertig. Aber ich habe es zum ersten Mal ausgedruckt – und jetzt habe ich ein Gewicht gegen diese inneren Taugenichtse, diese Felsen, die mich immer wieder gern davon überzeugen wollen, dass ich nichts getan habe. Ein Stapel Blätter hält dagegen.
Zum Geburtstag habe ich mir von meinen Freunden gewünscht, dass sie schreiben. Darüber, wie Weihnachten bei ihnen war, als sie klein waren. So richtig bis ins kleinste Detail. Biggest Christmas Enthusiast ever, sagt Julia. Indeed. Was ich da an Schätzen bekommen habe, lässt sich hingegen mit nichts aufwiegen. Reich beschenkt hüpfe ich ins neue Lebensjahr; könnte sein, gerade dieses wird der Knaller.
Ihr wollt mir auch über Weihnachten schreiben, als ihr klein ward? Ich würde mich freuen wie alle Schneeköniginnen zusammen! ° °°° °°   °

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  1. Früher gab es das nicht, dass man gemeinsam mit den Eltern den Baum schmückt. Das war etwas Geheimnisvolles: 2 Tage vor Weihnachten durften wir Kinder nicht mehr hinein. Das Christkind hatte den Baum geschmückt und manchmal versuchten wir durchs Schlüsselloch zuschauen und meinten einen goldenen Schimmer zu sehen, irgendein Rest von ihm. Wir waren sehr aufgeregt und wussten: erst am 24 abends in der Dämmerung leuchtete das Zimmer plötzlich ganz deutlich durch das Glasfenster Punkt dann warteten wir auf das Klingeln des Glöckchens, dreimal musste es klingeln, erst dann durften wir hinein gehen. Ach war das eine Seligkeit all die vielen Kerzen, die Wärme , der Tannenduft und Plätzchenduft . Und erst die Geschenke unter dem Baum! dann würden viele Weihnachtslieder gesungen: oh Tannenbaum, süßer die Glocken, stille Nacht . . . Erst dann durften wir Kinder die Geschenke auspacken, aber nacheinander und die kleinsten zuerst, das hieß mein Bruder vor mir. Jedes Geschenk wurde gebührend bewundert von allen Seiten gedreht. Schlimm war es, wenn ich was zum Anziehen geschenkt bekam. Das hieß dann immer gleich probier’s doch mal an Punkt in der Hinsicht war ich überhaupt kein Mädchen!

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