Familie

Nicht Grandmère

Die Dachschindeln vom Hinterhof geben mir das Abendrot zurück, das ich mit meinen gerougeten Wangen vor Tagen schon verlieh. Ich denke an die blonden Haare der Großmutter die heute wie alt wird? Es gab dort keinen Schuss Kaffee in die heiße Milch, aber heimliche Kokosmakronen, und Haferschleim, den nur die beiden anderen wollten. Mit Travedin. […]

Continue Reading

Alltagsheldenmut

Erfolge und Abfolgen

So muss ein Donnerstag sein. Nicht nach Acht aufstehen, mit Anna im ANNABLUME Jumbomilchcafé schlürfen und alles riecht nach frischem Morgen. Mit dem Fahrrad weiter durch die Stadt fahren, Bücher kaufen, eine Weile warten, dass ich dich treffe. Die Schwangere anlächeln und an Vanillebrownies denken. Dich an der Ecke Karl-Liebknecht/Prenzlauer wieder vergessen. Zum ersten Mal […]

Continue Reading

Magic

Hierweh

Hier höre ich nicht den Rasenmäher vor dem Haus, wie er sich geduldig durch die Bahnen frisst, hier wie dort verschwende ich Wasser. Hier bist nicht du und ich kann nicht sagen, ob Du Du oder Du ist. Hier gehe ich nicht durch ein Haus, tönt die Stille mir nicht milde entgegen. Hier blüht nicht […]

Continue Reading

Alltagsheldenmut

Zum Einschlafen zu sagen

Ich möchte jemanden einsingen, bei jemandem sitzen und sein. Ich möchte dich wiegen und kleinsingen und begleiten schlafaus und schlafein. Ich möchte der Einzige sein im Haus, der wüßte: die Nacht war kalt. Und möchte horchen herein und hinaus in dich, in die Welt, in den Wald. Die Uhren rufen sich schlagend an, und man […]

Continue Reading

Alltagsheldenmut

Life told me to —

Guten Morgen. Ähm. Es ist nach 11. Aus dem Bett gepellt, es ist jeden Morgen wie eine erneute Geburt, man kommt nicht so leicht heraus. Jetzt steht fast ein Liter Earl Grey neben mir und beschwichtigt mich. Mit zwei Löffeln Kaffeesahne und braunem Zucker. Die Brötchen sind schon wieder angebrannt, die Wohnung liegt als verlassenes […]

Continue Reading

Alltagsheldenmut

Lieber Tag

Habe ich ein Nachtleben? Dann war ich in der vergangenen Nacht für Stunden in den blauen Gassen unterwegs, von denen ich als Kind immer träumte, Nacht für Nacht. Aus den Türschlitzen lugten Zeitungen und Dunkelheit. Die Stadt war blau, das Laternenlicht und das Kopfsteinpflaster. Und ich habe mir alle Zähne ausgebissen. Tagleben gefällt mir besser. […]

Continue Reading