Familienlazarett, Neuschnee und keine weiteren Aussichten auf Kaffee

bad hair day

Seit Montag haben wir eine ganze Reihe von BAD HAIR DAYS eingeschoben – alle drei gleichzeitig. Mini Blondie hat es am schlimmsten erwischt, dafür hat sie in den schmerzfreien Zeiten die fröhlichste Laune. Irgendwie hat es die Grippe hier ins Haus geschafft, da hat Battis Allemorgeneiskaltdusche nichts genützt. Jetzt wechseln wir uns ab mit Tee kochen, Taschentücher suchen, Fieber messen, Zäpfchen geben und Mut zulächeln. Wenigstens schmeckt Mini Blondie das Antibiotikum, puuh. Sie denkt, es ist Gummibärchensaft. Davon hätte ich jetzt auch gern eine Portion. Kranksein ist Mist. Ich bin dagegen!
Als wäre das nicht genug, hat es den Vormittag auch noch geschneit! Unerhört. Ich hab so ein Zucken im Bauch – wenn wir dieses Jahr mal nicht Ostereier im Schnee suchen müssen. Das ist doch viel zu einfach – die bunten Eier finden sich viel zu leicht im Schnee.

mama bär

stiefel

Seltsam aber, dass Schnee und Zucker sich so ähnlich sehen, oder? Schade, dass Zucker so ungesund ist und Schnee nicht ein bisschen süßer schmeckt, wenn man eingeseift wird. Wenn hier noch länger Schnee liegt, fällt mir bestimmt eine gesunde Kreuzungsvariante ein. Oder ich habe heute zuviel Grippemittel genommen, weil Kaffeeverbot herrscht. Ich hoffe sehr, dass mindestens drei Damen aus Loyalität auch keinen Kaffee trinken. Jawohl.
Da oben das ist Mama Bär, Handpuppe von Mini Blondies Freund aus Hannover. Sie ist seine ständige Begleitung und kann sogar Zähne putzen. Letzte Woche haben wir sie besucht und waren ganz aufgeregt, weil wir mit dem Zug hingefahren sind – ein Katzensprung! Das war ein schöner Anblick, so eine lange Stecke nur Schnee, gefleckt mit Rehen. Sonst nichts. Beim Reisen mit Kinderwagen merkt man den Unterschied zwischen den Menschen, es gibt eigentlich nur zwei große Sorten: Die Genervten, die ein unsäglich langes Gesicht machen können, wie da wieder jemand mit Kinderwagen total im Weg steht und es nicht vorwärts geht. Leider scheinen davon besonders viele Zug zu fahren. Aber es gibt auch noch die Netten, die hingucken, den Platz neben dem Kinderwagen frei machen, beim Tragen helfen und sich über so ein kleines fröhliches Wesen freuen. Ein Glück gibt es die Netten! Mögen sie die nächsten Jahre nicht krank werden, beim Bäcker ein Brötchen extra bekommen, ein Geldstück finden und bei nächster Gelegenheit ganz fest gedrückt werden.
Und für die Genervten soll es eine Woche lang nur Sauerkraut in der Kantine geben. Zu gemein? Ach nein. Ist ja auch gesund, das Kraut.

schaukeln

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6 Kommentare

  1. Bianca
    Am 24. Februar 2010 um 21:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Gute Besserung sagt eine neue und jetzt schon verzauberte Leserin!

  2. Am 25. Februar 2010 um 00:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    schicke ganz viele antiviren rüber, damit ihr euch bald wieder berappelt, ihr ärmsten!

  3. orangenbaer
    Am 25. Februar 2010 um 08:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ja ja, so Gelegenheitsbahnfahrer haben halt noch keine undurchdringliche Gleichgültigkeitskugel entwickelt, in der man durch die Abteile schwebt. Meiner Meinung nach die dritte Form des Reisens, die wahren Cracks des Bahnverkehrs. So eine feine Schutzhülle hilft gegen fiese Blicke, lässt aber auch nichts raus. Was gibts für die? Sauerkraut mit Sahne?

  4. Am 25. Februar 2010 um 12:09 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also ich würde gerne freiwillig eine Woche lang Sauerkraut essen! Ist doch lecker! Habe heute mit Vergnügen festgestellt, dass die Gehwege inzwischen fast eisfrei sind! Was kümmert mich da das bisschen Neuschnee :) hehe

    Gute Besserung! Hoffentlich darf ich bald wieder zu Besuch kommen!

  5. Am 25. Februar 2010 um 14:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    oh ja, sauerkraut könnte ich auch mal wieder essen… am liebsten selbstgemachtes!

  6. Am 25. Februar 2010 um 15:51 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schnelle Genesung wünsch ich Euch aus dem verregneten New Hampshire. Seit gestern Abend fühle ich mich nun auch etwas „under the weather“. Papi arbeitet heute von zu Haus, damit er der kranken Mama gegebenenfalls unter die arme greifen kann. Das kann was werden!

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!