Herbstspaziergang á la Goethe

mein WattenmeerHerbstspaziergangPfützenliebeeine blumepusten

Vom Eise noch frei sind Erde und Pfützen
Spätsommers holder, belebender Blick,
lässt uns grüne Spitzen und gold’nes Glück;
Wir brauchen jetzt Mützen –
Raureif ist bald aus den Bergen zurück.

***
Wenn ich durch unser Dorf spaziere, umgeben von Wetter, Hagebutten, den paar Wildpflaumen, die es dies Jahr nur gibt, dem Licht, auf einer Seite zu gleißenden Wolken getürmt, am anderen Ende des Horizonts dunkelblau und so dicht über mir, dass ich eintauchen könnte … dann muss ich einfach den Herrn Goethe zitieren: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Könnt ihr noch mehr Herbst vertragen? Ich kann es nicht ändern, ich bin ein Herbstkind, ich feiere ihn hier vom ersten bis zum letzten Zipfel. Kürbisse werden rollen und Laub wird rauschen … wer lieber noch in Sommerlaune schwelgen mag, kommt besser im Winter wieder her.

This entry was filed under: Herbstklopfen
 

2 Kommentare

  1. Bianca
    Am 5. September 2010 um 15:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Dein blog macht mich glücklich.

  2. Am 6. September 2010 um 19:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schön war’s bei euch! So ein toller Gewitterhimmel (mit Regen in weiter Ferne) und abendliche Regenbögen sind in der Stadt leider Mangelware.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben.

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

  • Willkommen!

    DSC_7835

    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!