Jännerräumen

stockings

Mein Weihnachtself-Blondie hatte im Advent die stockings in die Finger bekommen, die mir Hjortron über die Jahre genäht hat. Eines Morgens sah ich sie damit herum laufen. Das war in der Tat die allerbeste Füllung!
Jetzt ist aber wirklich all der Weihnachtsschmuck abgenommen und in Schachteln verpackt. Nur die Lichterbögen dreh ich in der Dämmerung immer noch an (Batti protestiert). Mit dem Wegräumen kribbelt es in den Fingern – Umräumen, Ausmisten. Ein Stoffschrank muss her. Bis jetzt habe ich meine Stoffe in dem grünen Holzschrank und im Weidenkorb darauf verstaut – das ist wenig übersichtlich. Für die kurzen Nähzimmerzeiten, die momentan nur drin sind, will ich etwas weniger Chaos. Mir schwebt ein einfacher Schrank mit Glastüren vor, mal schauen, ob der IK.EA etwas Gutes hat. Das Bücherregal ist vom Nähzimmer in die Stube gewandert und ich habe noch mal gründlich aussortiert. Da hat sich immer noch so viel angesammelt, was überhaupt nicht benutzt wird. Meine uralte Violine-auf-Bratsche-Umschule muss jetzt auch dran glauben. Nur von den Terminplanern, die mehr noch Tagebücher sind, von 1998 an aufgehoben, von denen kann ich mich nicht trennen.

Jemand anderes hat anscheinend auch „aufgeräumt“. Unsere kleine Maus ist nämlich verschwunden. Sie wohnt unter der Terasse und lässt sich sonst mehrmals täglich blicken. Ich hatte ihr extra das Pfefferkuchenhaus zum Einziehen hingestellt, aber das haben die frechen Amseln auf die Wiese verschleppt und die Maus hat sich nur ein paar Krümel geholt. Ich verdächtige die grau getigerte Katze, die auch gern mal durch die Küchentür guckt und wahrscheinlich ein „Katzen-Mäuse-Neujahrsfest“ gefeiert hat.

maus wo bist du

Draußen sein ist so anders ohne Schnee. Hat es überhaupt schon Frost gegeben? Ich finde immer noch Gänseblümchen, Rosenblüten und riesige, desorientierte Mücken! Möchte am liebsten nach meinem Knoblauch in der Erde graben und nachsehen, was der so treibt. Wenn das überhaupt etwas wird, ich glaube, alle Zwiebeldinger, die Tulpen auch, brauchen Frost. Unser Nachbar hat sich im Herbst eine Schneeräummaschine gekauft, unsere Gemeinde auch. Vielleicht kommt der Schnee im Februar. Wir hätten Zeit.
Im Mucklagarten sieht es schön aus. Die Vögel lassen es sich im Futterhäuschen gutgehen. Ich kann es nicht erwarten, den Garten zum ersten Mal im Frühling zu sehen. Hinten links darf ich mir ein größeres Gemüsebeet anlegen. Ein paar Sämereien, auch Gänseblümchen und Klatschmohn, habe ich hier bestellt.
Der lange Tisch in der Gartenmitte flüstert mir sommerfeste, kaffeetriefende Tortenmeter-Versprechen in die Hand. Ich glaube, ich schneide schon mal Stoff für neue Kleider zu.

schneeball to gomistelnester
feste aussichten

Flattr this!

This entry was filed under: Zuhause
 

2 Kommentare

  1. Pedi
    Am 14. Januar 2012 um 10:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Heute hat sich Rosmarin mit uns bekannt gemacht. Wir hatten endlich wieder eine (leicht) frostige Nacht, das lässt auf mehr hoffen.
    Ich glaube, er fühlt sich bei uns wohl- er lächelt! Wir auch!
    Vielen Dank für dieses wunderbare Wintergeschenk!
    Herzlichst, Pedi

  2. Am 14. Januar 2012 um 16:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich habe gestern in der MIttagspause Schneeglöckchen gesehen, da habe ich auch ganz schön gestaunt! Oh, der Mucklagarten!!! Ja, der braucht 3 Ausrufezeichen! Die Misteln in den Bäumen und wie schön es wird, dort einmal bei Sonnenschein zu stricken! Schade, dass ihr gestern nicht da gewesen seid, aber ein paar Geburtstags-Nach-Feier-Seifenblasen sind bestimmt noch übrig…

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben.

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

  • Willkommen!

    DSC_7835

    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!