August vor der Tür – Sommertrommel und Regenwirbel

keine MalveSommerwirbelFest im FreienSonnendämmerung

Ich bin mir sicher, dieser war mein schönster Juli und ab sofort habe ich keine Angst mehr vor Hochsommer. Ich glaube, ich habe das Rezept endlich gefunden und werde es mir hinter die Ohren schreiben. Es ist so einfach, ha!

Rezept zum Julidurchstehen
Eiskaffee trinken
Im Kühlschrank ein Vorratsmeer an Blaubeeren, Himbeeren und Johannisbeeren anzetteln
So lange wie möglich die Busenfreundin besuchen
Auf dem Weg zur Busenfreundin laaange nicht gesehene Freunde besuchen
Wolle bestellen und eine Mütze stricken
Kräutersträußchen binden
Die neue Wohnung mit grüner Wiese im Kinderzimmer von Familie H. bestaunen
Bei fünf bis acht Wolkenbrüchen spazieren gehen
Eine Gänsekeule von Oma Ingrid essen (mmhhm!)
Tomatenalarm
Ein Geburtstagsfest am See verstecken und die Gäste müssen es finden
Schwimmen! Kaffee! Sonnenblumen!

Und schon steht der August vor der Tür, mit so einem schönen Namen ist er mir herzlich willkommen. Der Hundertjährige Kalender verspricht kurze Hitze, schön viel Regen und Wind und zweimal explizit einen schönen Tag. Besuch aus München kommt, wir gehen auf das BOY Konzert, für Nachbars- und Freundeskinder geht die Schule schon wieder los – und ich bin selber aufgeregt wie Bolle. Mini Blondie startet nämlich mit dem Kindergarten und wir planen dafür dies und das. Sie bekommt eine kleine Zuckertüte und neue Buntstifte und wir machen ein Fest. Ich muss mich beeilen und will noch eine Wimpelkette mit ganz großen Wimpeln nähen. Dann braucht sie noch allerhand Siebensachen: Regenklamotten, Hausschuhe, eine Brotdose und vielleicht ein Mitgehkuscheltier.
Zur Begrüßung für die Kinder hat sie sich Blaubeermuffins und kleine Pound Cakes gewünscht. Nächstes oder übernächstes Jahr geht die Schule los. Wenn ich die Augen zukneife, seh ich sie nur noch ganz undeutlich vor mir, gerade geboren und mit Kürbisgesicht. Oder vor drei Jahren, kurzhaarig durch den Garten stapfend, als wir neu hier eingezogen sind. Sie ist schon so groß! Und zum Glück trotzdem noch klein genug, dass sie mit dem Stock in die Luft pikst „Ich komm nicht an, ich will den Himmel kitzeln“.
Gelbe Wolke und ich werden einen neuen Vormittagsrhythmus erfinden müssen. Zum Glück sind Muckla und Mucklakind nur einen Katzensprung entfernt – und die Joghurttörtchenbäckerei liegt auf dem Weg.
Na los August, komm erst mal rein.

letzte ErdbeererntereadingWindschief

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4 Kommentare

  1. Am 31. Juli 2012 um 12:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Oh, wird das aufregend! Kann mich noch gut an den Tag erinnern, als ich dich und Muckla mit Fahrrad das erste Mal zum Kindergarten gebracht habe. Da hat das Mutterherz mit gemischten Gefühlen gekämpft. Übrigens eine Brot- und eine Obstdose warten bei Oma G auf Mini Blondie. Die Festtafel und die beiden Leseratten gefallen mir besonders gut………

  2. uli
    Am 31. Juli 2012 um 13:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Zu niedlich, wie Gelbe Wolke so hochkonzentriert ins Buch schaut!
    An der Geburtstagstafel hätt ich auch gern gesessen, bestimmt nächstes Jahr.
    ;-)

  3. Am 31. Juli 2012 um 20:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    tolle bilder. da wird man freudig wehmütig, bei deinem post! eine schöne zeit habt ihr gehabt und kommt jetzt :-)
    liebe grüße!

  4. Am 7. August 2012 um 08:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Oh! Was? Kindergarten? Ernsthaft? Warst Du nicht immer so strikt dagegen?
    Wie kommt der Sinneswandel?
    Wir wünschen einen guten Start!!
    LG! Sandra

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
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