Sparprogramm und Schweinchen :: Nach Weihnachten

soft trees 2012
Marzipan!

Oh du Fröhliche!
Ein wenig muss ich noch von Weihnachten schreiben. Zwei Tage vorher hatten wir Neuschnee. Ein paar Traditionen sind dieses Mal in den Kisten, den den Büchern geblieben. Ein paar neue Traditionen sind wie von selbst dazu gekommen.
Zu viel!; das hallte mir die ganze Adventszeit im Kopf. Es geht uns vielleicht zu gut. Wir stecken fest im Überfluss und sind immer satt. Auch wenn ich mich das ganze Jahr auf Weihnachten gefreut habe – ich war schon satt. Das Naschwerk aus dem Adventskalender hat sich angesammelt, Adventsgebäck war nichts besonderes, weil es im ganzen Jahr so viel Kuchen gab. Die bunten Teller haben sich nur schleichend geleert oder gar nicht. Irgendwie hatte ich den Eindruck, wir bekommen die Balance diesmal nicht hin.
Es war schön, es war schön – nur trotzdem zu viel.
Dagegen angekämpft habe ich; mit Fröbelsternen! Batti dachte schon, ich mache gar nichts anderes mehr. Das Weihnachtslieder auswendig lernen hat nicht so gut geklappt, ich war wochenlang heiser. Aber wir haben ganz oft zusammen alte Schallplatten gehört. Aus dem Erzgebirge, Kreuzchor, Thomaner. Im Kinderzimmer leuchtete ein kleiner Weihnachtsbaum, den die Mädchen geschmückt haben. Unser Nachbar, früher Konditormeister, hat uns gezeigt, wie man Marzipanschweinchen macht.
Und obwohl ich die ganze Zeit über gedacht habe: Dieses Jahr kaufst du keine Geschenke, es gibt einfach nichts zu kaufen, was gebraucht wird – habe ich am Ende doch wieder viel mehr als notwendig Geld rausgehauen. Ob ich das im neuen Jahr mal schaffe, Freude zu schenken, die kein Geld kostet!?
Jetzt ist Sparprogramm angesagt. Aber wirklich. Ich erkläre mir Januar und Februar als Sparmonate. Erst einmal die Speisekammer aufbrauchen. Schlichte Mahlzeiten kochen. Vielleicht auch beim Strom nicht so herumasen. Und, warum nicht, Schnäppchenjäger werden bei den Dingen, die gekauft werden müssen. (Ich bin immer noch schwer verliebt in meinen Trockner, aber manche Sachen, die passen nicht mehr, nicht nur weil gerade Schlemmerzeit war. Im schlimmsten Fall passt eine Bluse von Mini Blondie plötzlich der Gelben Wolke.) Und die einfarbigen Shirts sind irgendwie immer zu wenig. Bei Sparwelt.de gibt es jede Menge Gutscheine für zalando. Da kaufe ich ganz gern mal ein.
Nicht sparen will ich mit guten Worten. Einer meiner Vorsätze für 2013 ist, viele, schnelle, kleine Briefchen zu schicken. Diese kleinen Umschläge mit Füllernachrichten aus Downton Abbey haben mich angesteckt. Es muss gar kein seitenlanger Brief sein. Wann soll ich den schreiben. Manchmal ist ein einziges Wort alles.
Mal sehen, was dann Wort des Jahres 2013 wird. Vom aktuellen Wort des Jahres bin ich gar nicht mal enttäuscht. Rettungsroutine. Klingt ein bisschen paradox. Kann man die bekommen? Zum Alltag retten wäre sie sicher nicht schlecht. Ich glaube, Batti ist darin ziemlich gut.

unser alter Bob
Omas NussknackerTische räumengeschmückt

Ich wirbel eingefahrene Routinen lieber durcheinander. Und Batti muss mich dann retten …
Schreibt ihr mir eure Worte des Jahres 2012?

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This entry was filed under: Kroppzeug
 

2 Kommentare

  1. silentio
    Am 7. Januar 2013 um 19:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    chic chic :)

  2. uli
    Am 8. Januar 2013 um 12:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr hübsch, die neue Seite! Und die Tannenbäumchen. Vielen, vielen Dank! Hab gestern schon zwei Kommentierversuche unternommen, Johann hat mich immer abgelenkt und dann waren sie weg … Bei mir stellt sich Anfang Januar auch immer finanzielle Ernüchterung ein. Habe mir ebenfalls vorgenommen, die Vorräte aufzubrauchen und mich besser an unser Budget zu halten. Ich möchte 2013 weniger Pläne schmieden und bewußter jeden einzelnen Tag für sich nehmen und ihm Schönes abgewinnen …

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!