bold & confident strokes :: not just for weekends

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Wir haben einen Pound Cake gebacken. Dabei kann nichts schief gehen. (Jedenfalls, wenn ich nicht das Backpulver mit Safran nehme.) Ich habe die Felicity Mütze fertig gestrickt und sie passt mir, Mini Blondie und meiner Nichte. Die Sommerkleider sind weggeräumt. Bis zum Wiedersehen. Wir haben das erste Feuer im Stubenofen angezündet, Freitag Abend, alle Lampen ausgemacht und uns zu viert aufs Sofa gekuschelt. Das Wochenende haben wir dringend gebraucht. Inzwischen haben wir uns das Haus in Anteilen zurückerobert. Ich schaffe nur einen Bruchteil von meiner Liste.
Die Kastanien kommen runter. Ich mache Gelbe Wolke zum ersten Mal zwei kleine Zöpfchen, die ungefähr fünf Minuten drinbleiben dürfen. Das ist auch gut so, ich kann nämlich gar nicht glauben wie groß sie damit aussieht. Ihr Schultertuch, dass ich schon seit Januar am Wickel habe, musste ich zum zweiten Mal ein großes Stück aufmachen, weil ich den gleichen Fehler wieder gemacht habe und am falschen Ende die Richtung gewechselt habe.
Sonnabend brauchte ich noch etwas Schönes. Wir haben festgestellt dass wir gar kein Stammrestaurant haben, wo wir in dieser Stimmung hingehen könnten, wo es einen Platz für uns gäbe, wo der Kellner sich wunderte, warum wir so lange nicht da waren. Zuflucht in der Stadt, etwas Feines auf den Teller, über allem Sternenstaub. Etwas, das selten klappt. Aber dieses Mal doch. Wir haben es gefunden, im florian und zwei Kellner haben uns so fröhlich hinter der Bar begrüßt, als hätten sie auf uns gewartet. Ich habe (auch eine Premiere) eine Artischocke gegessen und Mini Blondie, die sonst nicht gern Essen geht, hat zielsicher eine Suppe bestellt. Die hat sie ausgelöffelt wie ein alter Restaurantkritiker. Die Preise sind nichts für jede Woche, aber für einen besonderen Anlass unbedingt. Ich habe leider nicht herausgefunden, wer Florian ist. Aber am Sonntag kam meine Kochlust ganz leise wieder zurück. Uli und Fam haben den halben Tag mit uns verbracht. Sie wohnen schon mehr als drei Monate ganz dicht bei, aber viel Zeit konnten wir noch gar nicht zusammen verbringen. Wir haben Senfeier mit Grabower Kartoffeln (Danke Opa Peter!) gegessen. Mhmm, das ist ein Duo, dass bei allen Kindheitserinnerungen an den Tag bringt.
Im Gefrierfach wartet ein gutes Stück Rehfleisch von Mucklas Nachbarn. Davon lasse ich noch die Finger. Ich brauche ein paar Zwischengerichte. Vielleicht eine Hokkaido Lasagne? Oder etwas mit Linsen. Rote Bete und Risotto?
Was kocht ihr so zum Herbstanfang?

Zwei Sätze, die mich im Moment begleiten:
This is my moment. (Von einem schönen Blog, den ich leider nicht mehr wiederfinde)
Make bold and confident strokes. (Aus einem Interview mit Jenny Hart in der letzten Molly makes)

Knit on, my dears.

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danish

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This entry was filed under: Maschen stricken, Zuhause
 

2 Kommentare

  1. Am 18. September 2013 um 21:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich muss ganz dringend auch mal einen Poundcake backen! Her mit dem Rezept :)

  2. Am 18. September 2013 um 21:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ha, das war doch Evis Straße, das florian! Seid ihr also klamm und heimlich essen gegangen … soso

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!