Den Gamle By

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Aarhus. Was ich so mag sind Häuser, die einen Namen tragen. Das finde ich hier oft in Ostsee- oder Nordseenähe und in Dänemark ganz ganz viel. Ich möchte auch mal ein Haus benennen. Bis dahin schreibe ich Lieblingswörter an die Zimmerwände.
In Aarhus, in den gamle by sind wir einen Vormittag zu Acht durch die Zeitgeschichte geschlendert. Juju war von den Schiffsschaukeln nicht mehr wegzukriegen, Oma aus der Gärtnerei mit den Duftgeranien, Mini Blondie nicht aus dem Spielzeugmuseum und ich – aus der Bäckerei mit den guten Waren aus der alten Zeit, die ich natürlich alle kosten musste.
Ich war schon zweimal im Norsk Folkemuseum was ich sehr liebe, weil es so schön ist und man mit einem kleinen Boot erstmal übersetzen muss … Und typisch skandinavisch ist das Freilichtmuseum richtig weitläufig. Ich mag die ewig alte Stabkirche und die Häuser aus Kernholz, die schon sehr alt und in wahnsinnig gutem Zustand sind. Den Gamle By ist aber irgendwie noch anders und etwas Besonderes, weil verschiedene Jahrhunderte in einander übergehen und Besucher den leisen Eindruck bekommen, die Stadt ist ja noch bewohnt. Da sitzen bei dampfenden Tee im Wohnhaus von 1864 die Frauen und stricken Strümpfe für den kommenden Winter. Da läuft Fräulein Lehrerin mit ihrer mützenlüftenden Schulklasse durch die Gassen. Auf dem kleinen Jahrmarkt dreht sich für Kinder bis sechs das Kettenkarussel, eine Pferdekutsche ist schon von Weitem zu hören, jemand eilt mit rauschenden Röcken und einem Paket, sorgfältig in braunes Packpapier geschnürt, von der Post über den Platz.
Jespens Isenkram erinnert mich an den Gebrauchtwarenladen, in den Pa, Ma, Mary, Laura und Baby Sister Cary zum Einkaufen fahren. Es gibt noch mehr Läden und einen guten Schluck Kaffee und Holzstelzen zum Herumlaufen. Wie lange haben wir das nicht mehr gemacht. Vor vielen Häusern steht Kommt gern herein, aber macht bitte die Tür zu. Es gab so eine Menge spannende Dinge zu bestaunen, wir haben auch in vielen Stunden längst nicht alles geschafft. Mit Juju und Basti sind wir am frühen Abend noch kurz in Aarhusens heutiges Zentrum gefahren. Ich wollte Juju den Wolleladen zeigen, an dem ich letztes Jahr schon mal vorbei gelaufen bin und ich musste eine Frellsen Vafler essen, auch wenn das wirklich … krass ist. Drei Kugeln Eis, darauf Softeis, dann Erdbeersauce, Guff und Schokostangen. Danach hat es mir auch erstmal gereicht. Das Aarhuser Flair war wieder so schön und jung aber wir waren schon müde. Für meinen erhofften IKE.A-Besuch ließ sich keiner mehr begeistern. Ich hätte so gern mal in einem dänischen IKE.A gestanden … und den neuen Katalog geschnappt.
Hier zu Hause war noch gar keiner im Briefkasten. Frechheit!! Ich sammele die Kataloge und muss mir wohl bald selber einen holen.

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3 Kommentare

  1. Am 26. September 2013 um 10:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hach ja , durch Dänemark streifen ist immer wieder für uns wie nach Hause kommen, wir haben das Glück das meine liebste Schwiegermutter vor 15 Jahren zu hren lieben Mann nach Dänemark gezogen ist und wir regelmäßig dort sein können :-) Aber trozdem wa auch ich dieses Jahr das erste Mal in einem dänischen Ike.a
    Liebe Grüße aus dem Spreewald
    Gabi

  2. Sonja
    Am 26. September 2013 um 13:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

    So schöne Bilder und schöne Worte! Wenn wir mal zusammen unterwegs wären gäbe es keinen Streit wo wir einkehren :-) lecker!!!
    Liebe Grüsse

  3. frollein anna
    Am 28. September 2013 um 20:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    tolle bilder, mir läuft das wasser im munde zusammen – gemein! aber ich vermisse das foto von der sensationellen eistüte (ich sag doch, die spinnen, die dänen).;) allerliebst auch das „namenllose“ haus. irgendwann schlendern wir auch mal zusammen durch dänische bäckereien, cafés und wolleläden, versprochen?

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
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