back in morning glory

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Wenn ich müde bin, darf das Licht nicht zu hell sein, sonst verzieht sich mein Gesicht. Die Leselampe überm Bett ist und bleibt zu hell, und da ich jetzt erst begriffen habe, dass es keine Glühbirnen mehr zu kaufen gibt, habe ich unser Stilllicht wieder aufgestellt. Ja! Genau das richtige Licht, um vor dem Einschlafen noch ein paar Reihen zu stricken und den Tag auszu(er)zählen. Das Stricken im Bett erinnert mich an manch schlaflose Nacht vor fünf! Jahren. Schwanger mit Mini Blondie, war ich oft vor dem Morgengrauen wach und habe mit Kakao im Bett gestrickt.
Die letzten Nächte waren für uns auch oft schlaflos (aber nein, nicht schwanger!). Gelbe Wolke ist bei uns der Superfrühaufwacher, aber dann ist sie erstmal schlechter Laune, weil sie eigentlich doch noch müde ist. Da macht das Aufstehen nicht gerade Freude. Wenn ich mal wirklich morning glory haben will, muss ich also sehr früh aufstehen. Heute hat es geklappt. Vier Uhr nochwas, ein Teelicht, h moll Messe, einen halben Liter Earl Grey. Und Freude auf den Tag. Ich werde nähen. Jemand soll heute Abend endlich das späte Geburtstagsgeschenk bekommen. Wir wollen mehr Äpfel pflücken und das Apfelfest, zu dem wir gestern nicht fahren konnten, einfach in unseren Garten holen. Den Lamas, zu denen sich zwei winzige Zwergenponys gesellt haben, bringen wir am Nachmittag Falläpfel. Wir rascheln ein bisschen im Laub und ernten eine Handvoll gelbe Himbeeren. Ich muss heute diese Cookies backen! Wenn ich heute Abend in die Stadt zu meinen Strickladys entwische, wird es einen Krümelpruststurm davon geben. Ich habe größte Hoffnungen, dass heute Abend vielleicht meine Wollrestedecke fertig wird. Der Herbst ist noch mild aber winkt mir mit dem Zeigefinger. Geschwind, geschwind. Komm um die Fichte!

Heute wünsche ich euch was! Ein Lachen gleich nach dem Wachwerden. Quittenduft. Nachricht von einem lange verschollenen Freund.

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3 Kommentare

  1. Bianca
    Am 8. Oktober 2012 um 08:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    DANKE für diesen Post!

  2. uli
    Am 8. Oktober 2012 um 11:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Den Apfelkuchen hab ich vor zwei Wochen auch gemacht. Supergut! Viel Spaß im Nähzimmer! Wie overlocked es sich denn so? Ich stricke heute eine Socke für Johann zuende. Vielleicht näh ich auch noch was. Seit dem Quilt war nichts mehr los außer Flickwerk an der Nähmaschine. Zum Mittag gibt es Eierkuchen mit selbstgekochtem Apfelmus. Abends Linsensuppe mit Ingwer und Kokos. Banana Bread soll auch mal wieder gebacken werden. Busy, busy. Miss you!

  3. Am 8. Oktober 2012 um 17:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Heute eile ich mit dem Oktoberwind zum Stricken! Verspätete Geschenke sind einfach die besten. Ich bin darauf gespannt wie die Kettfäden auf dem Webstuhl!

Ein Trackback

  • Von Couchzone « meingefangen am 17. Oktober 2012 um 18:32 Uhr veröffentlicht

    […] Geburtstagsgeschenke sind die aller besten. Das wusste ich schon immer. Meine Vorfreude auf das angekündigte Kaffinknopf-Geschenk wuchs noch mehr mit dem kleinen Tütchen voller Stoffreste, mit dem sie mich ein bisschen […]

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!