warten auf den abendstern

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Die letzte Stunde Abendsonne landet immer im Nähzimmer. Selten manage ich mich rechtzeitig da hinauf – und noch seltener denke ich daran, Fotos aufzunehmen. Letzten Mittwoch lag eine wunderbare Stille über dem Haus, Vorahnungen flirrten wie Staub im Sonnenlicht durch die Luft. Ich hatte ein bisschen Zeit, eine große Schüssel Salat, Earl Grey und einen Roman – mit Abendsonne im Nähzimmer.
Am nächsten Tag bin ich mit meinen Mädchen zum Mucklamädchen gefahren und wir haben gemeinsam den Nachmittag verspielt und auf die Ankunft des Babys gewartet. Die drei brauchte ich auch mindestens, um meine Aufregung zu vergessen. Meine Muckla bekommt ihr zweites Baby, und diesmal war ich in Gedanken dabei. Als ihr Erstes geboren war, nur wenige Tage nach meiner Gelben Wolke, wohnten sie noch oben in der Stadt. Und ich war so mit meinem Neuankömmling beschäftigt, dass ich in den ersten Tagen und Wochen gar nicht so teilhaben konnte wie ich gern getan hätte.
Aber dieses Mal, ach war das schön. Ich habe den kleinen Jungen schon am nächsten Morgen kurz im Arm gehalten, kann den Blick gar nicht von ihm wenden und es ist Sommer. Ganz anders, so ein Baby im Sommer zu begrüßen. Und jetzt muss ich ihm schnell sein Schnuffeltuch nähen. Heute sehe ich ihn wieder.

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!