Gå Inte Förbi

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Bevor ich am Morgen das Kaffeewasser aufsetze, drehe ich die Lichterbögen an. Liebes Licht, leuchtet solange bis sich das Taghell ordentlich hochgerappelt hat. Am Nachmittag noch vor drei drehe ich die Bögen wieder an, und auch den Herrnhuther Stern und das kleine Bäumchen im Kinderzimmer. Ich habe auf Spotify so viele wunderbare Weihnachtsmusiken entdeckt, englische, schwedische, die laufen jetzt zur Abwechslung. Am schönsten: Gå inte förbi (und ja, ein bisschen kitschig). Meine paar Weihnachts-CDs hatte ich doch schon recht über. Heute habe ich mit der Gelben Wolke neuen, weltbesten Mecklenburger Pfefferkuchenteig angerührt, jetzt ruht er sieben Tage im Kühlschrank und dann muss ich euch das Rezept mal aufschreiben. Vielleicht finde ich noch ein wenig darüber heraus. Aus meiner Familie kenne ich diese Guten Braunen gar nicht, Mamas Wurzeln sind im Erzgebirge und Papas Eltern waren vielleicht noch nicht lange genug in Mecklenburg. Aber Battis Oma hat sie schon gebacken und ich wüsste gern, ob sie dabei auch so gern Weihnachtsmusik gehört hat.

Die Bilder heute sind aber alles andere als weihnachtlich – vom Mai 2013. Aus der ersten, und von hier aus gefühlt viel weniger turbulenten Jahreshälfte. Ein bisschen peinlich dass ich sie jetzt erst zeige, aber wie schon gesagt, ab Juni wurde es rasant hier. Ich denke noch zu gerne an unsere Reise zu viert; die kleinen Rituale, die sich in zwei Wochen weg von Zuhause einschleifen … einfach bis halb neun liegenbleiben … Mini Blondie, die jeden Morgen früh aufs kleine Sofa umgezogen  ist und da noch mal lange weitergeschlafen hat … die Baguettes … der Spaziergang zum Schaufenster mit der schlafenden Katze drin … die weite Sicht von den Vogesen … die Pläusche mit Madame Marie und das Versteckspiel im Hanggarten …

Und Chucrute! Sauerkraut – das Leibgericht der Elsässer. (Meins auch, könnte man sagen. Aber eher à la Berit.) Als ich das an unserem letzten Abend erwartungsvoll bestellt habe, wusste ich ja nicht, dass ein kleines Häufchen Elend Sauerkraut, begraben unter einer enormen Schlachtplatte an Fleisch auf den Teller kommt. Der Kellner hat uns das Lachen wohl etwas übel genommen. Aber darüber lachen wir heute noch; längst zurück im Alltag – und in dem kommt das zusammen lachen zack zack schnell zu kurz.

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Ein Kommentar

  1. Am 12. Dezember 2013 um 12:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    genau so soll es sein.
    im winteRhellwiedunkel die schönen momente des jahRes heRvoRholen. sich noch einmal an ihnen laben. wiedeR und wiedeR. momente, die das innen wäRmen. auch ein halbes jahR späteR.
    liebe gRüße. käthe.

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!