Nach Jämtland Suppe

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Ich muss mal nach Jämtland. Und solange (das wird lange dauern) koch ich mir immer wieder die Suppe. (Und wie könnte es anders sein – Uli war schonmal da, vor zehn Jahren, aber da gab es Magnus Nilssons Restaurant noch nicht.)
Ich sehe gerade auf Netflix die Reihe Chef’s Table und bin hingerissen. Ah, allein die Landschaft da, die bringt mich zu Ende. Und diese verrückten wunderbaren Chefs, die ihr Herzblut und alles in ihre Töpfe und Pfannen stecken …
Da im Fäviken möchte ich einmal sitzen. Und stundenlang in der Landschaft spazieren gehen.

Eine Suppe die mit Sehnsucht gekocht wird, schmeckt anders, als eine Suppe, in die nur greifbare Zutaten kommen. In 19 Stunden wär ich da.

Nach Jämtland Suppe

1 große Zwiebel
3 Zehen Knoblauch
6 EL oder mehr Birnenmarmelade (oder Apfel, Aprikose, Pfirsich, Hagebutte … was eben grad offen ist)
Butter und Olivenöl
1 Tasse rote Linsen
1 Glas Geflügelbrühe
1-2 Liter heißes Wasser
1 Handvoll Rosinen
6 getrocknete Softtomaten
1 Packung portionierter TK Spinat oder frischer Spinat
4 große Möhren
Tomatensaucenrest vom Vortag oder 1 Dose Tomaten und Tomatenmark
Zimt
Kreuzkümmel
Ingwer
Salz
Pfeffer
Old Amsterdam oder Kleebauerngouda

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und in reichlich Butter und Olivenöl glasig dünsten. Die Marmelade dazu geben und kurz köcheln lassen. Mit Brühe angießen und das heiße Wasser und die Tomatensauce dazu geben. Abschmecken, ob Salz fehlt. (Ich mag es schön kräftig.) Die Suppe soll jetzt simmern. Die roten Linsen reingeben, Deckel drauf, nach 5 Minuten den Spinat mitköcheln. Die vorher eingeweichten Rosinen und die geschnittenen Softtomaten dazu geben. Die Möhren waschen und schälen und dann rundherum weiterschälen. Die Möhrenspagetti dazu geben und 5 Minuten mitköcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken. Probieren, ob noch Süße fehlt, dann noch etwas von der Marmelade dazu geben.
Schön heiß auf die Teller und etwas Käse drüber reiben. (Parmesan geht auch, aber der kräftige Käse ist besonders lecker.)

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Ein Kommentar

  1. Am 22. April 2016 um 21:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Oh das klingt lecker.. und das mit der Sehnsucht kenn ich auch sehr gut.

    Nev

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!