Kennt ihr Wildschweinhaut?

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Minusgrade. Novembersonne. Väterchen Frost hat letzte Nacht unseren Garten verzuckert, die Nachbarn haben Lichterketten in den Kirschbaum gezogen. Das sieht so tröstlich aus, wenn das Licht bis spät in die Nacht glimmert. Dieses Jahr möchte ich auch Lichter im Garten haben. (Es muss sich nur eine Stromquelle auftun.) Auf dem Fahrrad wird es knackig kalt, wenn wir Mini Blondie nachmittags vom Kindergarten abholen. Sie bekommt die kräftigsten Rotbäckchen von uns und wir kochen schnell Heiße Schokolade zum Aufwärmen. Wenn die Kinder ihre Tasse übers Spielen wieder vergessen haben, kommt Mini Blondie später mit einem Holzlöffel an und zieht dem Kakao die Haut ab – „Wildschweinhaut!“ ruft sie durch die Stube. Ja genau, so würde ich das auch nennen.
Der November war voller Geschenke, Funde und Mitbringsel. Auf den Bildern sind ein paar zu sehen. Uli hat mir zum Geburtstag ein Kaffiknopfbild gemalt. Mit allen Dingen, die ich gerne mag. Ist es nicht schön?! Das Kissen hat sie mir auch genäht; es passt wunderbar zur Log Cabin Decke, die sie uns zur Geburt von Gelbe Wolke geschenkt hat. Von eben der wird das Kissen jetzt auch gern beansprucht.
In die beiden Holzfiguren hab ich mich in Amsterdam verguckt und sie den Mädchen mitgebracht. Wir haben davon schon ein Rehkind und Mini Blondie spielt jetzt damit Brüderchen und Schwesterchen. Die Becher coffee tea. water. sind von Bloomingville, ein Geburtstagsgeschenk von meiner kleinsten Schwester.
Gestern haben wir die Weihnachtsbücher und -CDs aus ihrem Jahresschlaf geholt und die Kinder sind ganz aus dem Häuschen. Mini Blondie freut sich schon seit Monaten darauf. (Ich auch!) In ein paar Tagen ist der 1. Advent. Die ganze Zeit dachte ich, ich wär‘ dieses Jahr so früh mit allem dran, weil ich schon einen kleinen Stapel Weihnachtsgeschenke gesammelt hab – aber jetzt überholt mich die Zeit doch noch. Ich habe noch keine Stollen gebacken, und mir scheint, ich werde meine Soft Tree Tradition dieses Jahr aussetzen … halbschweren Herzens. (Wisst ihr was, mit einem Herzzipfel bin ich immer noch im Spätsommerurlaub in Dänemark. Die Schweinswale haben mich wohl zusehr versommerzaubert. In mir hallen die Worte von meiner Mama nach: Du musst nichts. So einfach und so schwer und die Wahrheit in schlicht.)
Aber Pfefferkuchenteig will ich diese Woche machen.
Einen Adventskranz aussuchen. (Ich bin noch unschlüssig – was macht ihr?)
Aus den alten Adventskalendern die Weihnachtspost basteln.
Ganz viele Papiersterne falten.
Das Haus schmücken.
Ein Vogelfutterhaus aufstellen.
Schokokringel einkaufen.
Die Adventskalender aufhängen.
Plätzchen ausstechen mit denn herrlichen Formen von hier.
Und hoffentlich die Ruhe bewahren. Auf so vieles kommt es am Ende ja doch gar nicht an.
Was sind eure Traditionen im Advent, was macht ihr im Dezember?

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{For my student fellows: I plan to create a smooth advent for my family. What are your traditions and wishes for the days of december? I would love to hear them!}

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3 Kommentare

  1. uli
    Am 26. November 2013 um 18:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Herrnhuther Stern strahlt schon, auch in den Fenstern sind schon Lichter. Für den Adventskalender fehlt noch manches. Das winterliche Dorf aber ist aufgebaut und die Legomännchen sausen auf ihren Skiern den Berg hinunter. Geschenketechnisch gibt es noch ne Menge zu tun. Oh well …

  2. Am 26. November 2013 um 22:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Wildschweinhaut gefällt mir, die sortier ich auch immer aus :) Traditionell wird irgendwann im November der Rosinenstollen gebacken und der obligatorische Kartoffelkuchen aus dem Restteig. Es gibt einen selbstbefüllten Adventskalender (alles von wiederbefüllt bis akutem Bastelanfall). Ein Adventskranz/gesteck/strauss und etwas Minideko läutet dann die Zeit ein, um mit der Familie gemütlich das Jahr ausklingen zu lassen und sich mit den Kids ein wenig auf Weihnachten und den Winterzauber zu freuen. Die Jungs fangen an, die ihnen wichtigen Dinge zu artikulieren und einzufordern. Spannend. LG, Ulrike

  3. Am 9. Dezember 2013 um 22:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich versuche so viele Plätzchen wie möglich zu backen … Nur in diesem Winter sehe ich diesbezüglich schon alle Felle davonschwimmen. Mein Baby lässt mir einfach keine Zeit zum backen ; )

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    Hier schreibt Mirjam Nietz. Ich lebe mit meinem Mann und drei Kindern auf dem Brandenburger Land - einen Fuß breit in Berlin, ständigem Nordweh im Bauch und einer Hand an der heißen Kaffitasse.
    Schön dass du dir Zeit nimmst!